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Veranstaltungen

 

Berlin, 07. März 2012, Zahlreiche Solarunternehmen sind am 05. März vor dem Brandenburger Tor erschienen. Sie sind dem Aufruf des Bundesverband Solarwirtschaft gefolgt, gegen die geplante Solarkürzung zu protestieren. Auf der Demonstration sprachen sich Spitzenpolitiker wie Sigmar Gabriel, Jürgen Trittin und Gregor Gysi sowie Günther Cramer, der Präsident des Bundesverbandes Solarwirtschaft, für eine konsequente Fortführung der Energiewende aus und zeigten sich solidarisch mit den über 11.000 teilnehmenden Mitarbeitern der Solarbranche. Andere Medien sprechen sogar von über 20.000 Menschen.

Gegen Solarausstieg: Über 1.500 SMA Mitarbeiter protestierten in Berlin

Mehr als 1.500 Mitarbeiter der SMA Solar Technology AG haben am Montag im Rahmen einer Protestkundgebung gegen die radikalen Kürzungsvorschläge der Solarförderung vor dem Brandenburger Tor protestiert.

"Die geplanten Einschnitte werden vor allem im regional ansässigen Fachhandwerk Arbeitsplätze kosten und gefährden die Energiewende insgesamt. Hier wird der positive volkswirtschaftliche Beitrag der Solarindustrie ebenso außer Acht gelassen, wie die hohe Akzeptanz der Solarenergie in der Bevölkerung. Auch wir wollen eine schnelle Wettbewerbsfähigkeit der Photovoltaik - aber dafür brauchen wir Planungs- und Investitionssicherheit statt eines plötzlichen und willkürlichen Solarausstiegs", so SMA Vorstandssprecher Pierre-Pascal Urbon, der ebenfalls an der Kundgebung teilnahm.  

AS Solar GmbH trug die Energiewende zu Grabe              

Mit einer eindrucksvollen Aktion beteiligten sich fast alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von AS Solar an der Berliner Großdemonstration gegen die geplanten tiefen Einschnitte in der Förderung der Solarenergie. Das Team des Fachgroßhandels aus Hannover trug symbolisch die Energiewende in einem schwarzen Sarg zu Grabe.

„Wir sind zutiefst erschüttert über die planlosen Kürzungen, die uns alle kurzfristig treffen und die Energiewende gefährden“, so  Mitarbeiterin Yvonne Eichhorn. „Es ist widersinnig. Die Photovoltaik ist kurz davor, sich auch ohne Unterstützung am Markt zu etablieren, da werden der gesamten Branche so viele Steine in den Weg gelegt, dass es zum Zusammenbruch kommen kann. Wir haben große Angst um unsere Arbeitsplätze. Die Aufbauarbeit der vergangenen Jahre wird zunichte gemacht. Und das obwohl angeblich auch die Regierung eine Energiewende will.“

AS Solar - Energiewende im Sarg

Bild: Die Energiewende im Sarg (Quelle: AS Solar GmbH)

„Mit dieser Verordnung ist eine wirtschaftliche Planung in der Solarbranche nicht mehr möglich. Wir sind dann der Willkür der Minister ausgesetzt, und in einer Demokratie finde ich dies sehr zweifelhaft“, so Gerd Pommerien, Geschäftsführer von AS Solar. „Die Regierung hat nach den furchtbaren Ereignissen um den Reaktor in Fukushima der Forderung der Mehrheit unserer Gesellschaft entsprochen, und eine Energiewende eingeleitet. Mit den geplanten Maßnahmen trägt sie diese Energiewende aber schon wieder zu Grabe. Das ist makaber angesichts des gerade bevorstehenden ersten Jahrestages von Fukushima.“

SCHOTT Solar - Teilnahme an Großkundgebung Berlin

Bild: Auch SCHOTT Solar zeigte Flagge bei Berliner Großkundgebung gegen "Solar-Ausstieg" (Quelle: SCHOTT Solar AG)

Quelle: SMA Solar / AS Solar / SCHOTT Solar

Berlin/Düsseldorf, 07. März 2012, Die Messe Düsseldorf, der Berliner Wissensdienstleister Solarpraxis und die Institute der Fraunhofer-Allianz Energie setzen mit der Konferenz „Energy Storage – International Summit for the Storage of Renewable Energies“ einen neuen Akzent in der Speichertechnologie. Die Konferenz soll Forschung und Industrie frühzeitig an einen Tisch bringen, um praxisnahe Lösungen zur Energiespeicherung zu diskutieren. Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen wird auf der Konferenz eine Rede zur Energiewende halten. Mit fast 300 bisher angemeldeten Teilnehmern stößt die Konferenz bereits im Vorfeld auf große Resonanz.

„Energiespeicher sind die Schlüsseltechnologie, wenn es darum geht, in Zukunft einen wachsenden Anteil erneuerbarer Energien bei gleichzeitig hoher Sicherheit in das Stromnetz einzuspeisen“, erklärt Prof. Dr. Eicke Weber, Sprecher der Fraunhofer Allianz Energie und Leiter des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE. „Tragfähige Lösungen können nur geschaffen werden, wenn Forschung und Industrie an einem Strang ziehen. Dafür möchten wir mit dieser Konferenz einen Grundstein legen“, so Weber weiter.

Der Fokus der Konferenz, die vom 13. bis 14. März 2012 in Düsseldorf stattfindet, liegt auf der praktischen Umsetzbarkeit. Vertreter aus Forschung, Industrie, Politik und Energieversorgung kommen bei der Veranstaltung zusammen, um marktfähige Anwendungen und innovative Konzepte zur Energiespeicherung sowie deren Potenziale und Finanzierbarkeit zu beleuchten. Neben Prof. Dr. Weber waren weitere renommierte Experten aus Wissenschaft und Forschung in einem interdisziplinären Team an der Gestaltung der Inhalte beteiligt.

Begleitet wird die Konferenz von einer Ausstellung, bei der Forschungsinstitute und Firmen anwendungsorientierte Konzepte und industriefähige Speicherlösungen präsentieren.

Quelle: Messe Düsseldorf GmbH

 

Tokio/Reutlingen, 05. März 2012, Die Manz AG, ein Hightech-Maschinenbauer aus Reutlingen, zeigte auf der World Smart Energy Week (Japan) die neuesten Entwicklungen des Unternehmens aus dem Bereich Photovoltaik und Lithium-Ionen-Batterien. Ganz klar, im Mittelpunkt stand die Produktionslinie Manz CIGSfab, eine voll integrierte, schlüsselfertige und für einen Output von 40 bis 340 MW skalierbare Anlage zur Fertigung von CIGS-Dünnschicht-Solarmodulen. Die CIGS-Technologie basiert auf einem Halbleiter aus Kupfer, Indium, Gallium und Selen und bietet den unter Margendruck stehenden Modulherstellern derzeit das größte Potenzial zur Kostenreduzierung bei gleichzeitiger Steigerung des Modulwirkungsgrads.

Manz AG

Die World Smart Energy Week Japan vereinte verschiedene Fachmessen unter einem Dach, unter anderen die 5. PV Expo Japan, die 3. Rechargeable Battery Expo Japan und die 3. Processing Technology Expo Japan. Deshalb hat Manz in Tokio auch neue Produktionssysteme für Lithium-Ionen-Batterien vorgestellt.

„Die Kombi-Messe in Tokio war eine ideale Bühne für zwei unserer Geschäftsfelder und zeigt, in welchem Kontext das Thema Smart Energy in Asien verstanden wird: Erst leistungsfähige Speichermedien werden einer auf der Photovoltaik basierenden dezentralen Energieversorgung zum Durchbruch verhelfen“, so Dieter Manz, Gründer und CEO des schwäbischen Unternehmens.

Dieter Manz

Die World Smart Energy Week 2012 in Tokio hat fast 2.000 Aussteller und 120.000 Branchenexperten aus 80 Ländern angezogen. Manz informierte neben der Manz CIGSfab auch über Einzelequipment für die Herstellung von kristallinen Solarzellen und Dünnschicht-Solarmodulen. Für die Li-Ion-Batteriefertigung präsentierte Manz Maschinen zur Herstellung einzelner Zellen (reel to cell) und auch für die Montage der Zellen zu Batteriesystemen (cell to pack). Bei beiden Fertigungsschritten profitiert Manz von seiner langjährigen Expertise in der Automation, der Laser-Prozesstechnik und der Messtechnik.

„Als Maschinenbauer bestimmen wir das Tempo hin zur wirtschaftlichen Großserienfertigung von Batterien im Wesentlichen mit“, so Dieter Manz weiter. Die Massenproduktion von Li-Ion-Batterien auf einer Fertigungslinie von Manz läuft bereits seit Anfang 2011.

Quelle: Manz AG

 

Nürnberg/Berlin, 05. März 2012, Der Solarfachgroßhandel FR-Frankensolar war gemeinsam mit 20.000 Akteuren der Solarbranche am Brandenburger Tor und demonstrierte für das Gelingen der Energiewende und damit gegen die radikalen Kürzungspläne der Bundesregierung.

Seit dem Bekanntwerden der Pläne der Bundesregierung, den Ausbau und die Förderung der Solarenergie drastisch zu beschneiden, setzt die gesamte Solarbranche alle Hebel in Bewegung, um die EEG-Novelle zu verhindern.

Frankensolar und zahlreiche Partner verdeutlichen die Ausmaße dieser Entscheidung bereits seit dem 22. Februar mit Demonstrationsaktionen sowie in offenen Briefen an die Bundesregierung und an regionale und überregionale Vertreter der Politik. Gemeinsam mit Ihren Partnern haben sich die Mitarbeiter der Frankensolar auf den Weg gemacht, um mit über 20.000 weiteren Demonstranten gegen einen Kahlschlag der Solar-Förderung einzustehen.

„Wir befürchten einen Markteinbruch von 75 Prozent, sollte diese Gesetzesinitiative nicht verhindert oder wenigstens drastisch angepasst werden.“, so Helmut Zeltner (Geschäftsführer und Gründer der FR-Frankensolar GmbH). „Mit dem Beschluss einer zusätzlichen und so kurzfristigen Absenkung werden die Unternehmen der Solarbranche in ernsthafte Schwierigkeiten gebracht, tausende Arbeitsplätze der Branche sind in Gefahr.“

Besonders seit Einführung des EEG (Erneuerbare-Energien-Gesetz) haben unzählige Bürger in sauberen Strom von der Sonne investiert. Mit Hilfe einer eigenen Solarstromanlage nehmen die Bürger die Energiewende aktiv in die Hand. Nach aktuellen Repräsentativbefragungen des Meinungsforschungsinstituts TNS Emnid lehnen zwei Drittel der Bundesbürger die jüngsten Kürzungspläne der Bundesregierung ab.

Helmut Zeltner: „Seit über 20 Jahren bin ich in dieser Branche zu Hause. Gemeinsam mit meinen Kollegen stehe ich heute hier, um der Regierung deutlich zu machen, dass wir die Energiewende nicht in Gefahr bringen dürfen! Nicht nur für uns, sondern für alle Generationen die uns folgen werden.“

Quelle: FR-Frankensolar GmbH

Rom, 02. März 2012, Die vierte Conferenza dell’Industria Solare - Italia 2012 ist am 24. Februar erfolgreich zu Ende gegangen. Trotz der unsicheren Marktlage zeigte sich die Branche kämpferisch und diskutierte in den verschiedenen Foren lösungsorientiert den Umgang mit der derzeitigen Situation.

Sollte der Art. 65 des Gesetzesdekrets „Decreto liberalizzazioni“ nicht doch noch geändert werden, sehen die Zukunftsaussichten für große Freilandanlagen in Italien nicht rosig aus. Angelo Prete von GT Solar erklärte in der Session „PV large scale: Cost reduction, materials and application“ zu diesem Thema „Das ist nichts, was man von heute auf morgen umsetzen könnte. Aber grundsätzlich müssen wir zwangsläufig das Paradigma der Einspeisetarife überwinden und beginnen, über Grüne Zertifikate nachzudenken. Bei Großanlagen ist die Netzparität mittlerweile beinahe Realität.“ Die Solarenergie solle in Zukunft nicht mehr vorrangig als Geldanlage verstanden werden, sondern als Energiequelle, die helfe, den Energiebedarf zu decken, so Prete weiter. Unter dem Gesichtspunkt der Netzparität sei es wichtig, in Zukunft die geeigneten Flächen für große Solaranlagen zu finden. Ein generelles Verbot von Freilandanlagen sei nicht sinnvoll.

„Wir müssen dahin kommen, dass Genehmigungen innerhalb von maximal sechs Monaten erteilt werden, dass Grüne Zertifikate eine Laufzeit von 20 Jahren haben und Freilandanlagen auf geeigneten Flächen errichtet werden. Diese Schritte müssen möglichst rasch eingeleitet werden.", unterstrich Angelo Prete. Dem stimmte Paolo Ricci von TerniEnergia zu und ergänzte: "Wir brauchen fachkundige Kunden; heute befinden wir uns noch in einer Phase, in der die meisten Investoren nicht in der Lage sind, die Qualität einer Anlage zu beurteilen."

Zu den Herausforderungen für die Solarindustrie zählt auch die Fernwärme. Die Diskussion zu dem Thema zeigte, wie interessant die Solarthermie für die Versorgungsunternehmen ist: Vor allem im Sommer kann der Preis für Wärme aus Solarthermie mit dem für Wärmeerzeugung aus Gasheizsystemen konkurrieren. Gegenüber den Unwägbarkeiten des Gasmarktes und der Reglementierung der Gaskosten hat die Solarthermie den Vorteil eines festen Preises.

In der letzten Diskussionsrunde der Konferenz befassten sich einige der wichtigsten Akteure der Solarbranche mit dem Thema der Zertifizierung "Made in Europe", der Fertigung in Italien und mit den Maßnahmen, die erforderlich sind, um diese weiterzuentwickeln und zu unterstützen. Die gelegentlich auch kontroversen Beiträge zeigten, dass es auch in der derzeitigen turbulenten Situation mit einer unsicheren Gesetzeslage und dem sogenannten "China-Dumping" zahlreiche Erfolgsfaktoren gibt, die Solarunternehmen umsetzen können und müssen. Alberto Giovanetti von der MX Group vertritt die Ansicht, dass “ein funktionsfähiges Modell die Bildung von Ressourcen vor Ort ist: Kleine, in der Region angesiedelte Fertigungsunternehmen bilden eine kurze Produktionskette”.

Paolo Andrea Mutti von Solsonica äußert sich zu den Förderprogrammen: "Das 5. Conto Energia muss integrierte Lösungen fördern, das Beschäftigungswachstum anregen und die Entwicklung des Solarsektors gemeinsam mit anderen, benachbarten Sektoren fördern. Ziel der Unternehmen muss sein, dem Kunden ein Gesamtpaket mit integrierten Lösungen anzubieten."

Innovation - bei Prozessen, Geschäftsmodellen, Produkten sowie in der Industrie - scheint das Schlüsselwort zu sein. Dies war ein Ergebnis der Konferenz. “Aber es wird nicht gelingen”, erklärt Mauro Curiale von 3Sun “wenn wir keine geeigneten Ressourcen für Forschung und Entwicklung finden”.

Auch wenn die Zeiten schwierig sind, so ist das letzte Wort für die italienische Solarbranche noch nicht gesprochen, ist das Fazit von Riccardo Battisti von Ambiente Italia – neben der Solarpraxis AG Mitveranstalter der Konferenz. "Die Stärke der Solarenergie liegt in ihrer Sicherheit, und zwar sowohl in wirtschaftlicher Hinsicht als auch im Hinblick auf die Versorgungssicherheit. Angesichts eines wirtschaftlichen und finanziellen Szenarios ständig steigender Kosten und Preise für konventionelle Energien können die Zukunftsaussichten des Solarsektors mittel- bis langfristig nur glänzend sein”, erklärt er als Resümee der CIS-IT 2012.

Quelle: Solarpraxis AG