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Veranstaltungen

Berlin, 23. Februar 2012, Am heutigen Tag protestieren in Berlin und in vielen anderen Städten, tausende Mitarbeiter von über 50 Unternehmen aus der Solarbranche gegen die drastische Kürzung der Solarförderung. Die Photovoltaik-Förderung soll ab April radikal gekürzt werden. Der Bundesverband Solarwirtschaft e.V. hat zur Protestaktion aufgerufen. Die bundesweite Aktion ist auch ein Appel an die Bundeskanzlerin, die Kürzungspläne fallen zu lassen, denn die Solarbranche sieht zehntausende Arbeitsplätze gefährdet.

Die Solarwirtschaft kritisiert die Kürzungspläne heftig, die heute in Berlin von Bundesumweltminister Norbert Röttgen und Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler der Öffentlichkeit präsentiert werden: „Was hier geplant ist, ist ein Solar-Ausstiegsgesetz. Nun soll Solarstrom der Stecker gezogen werden. So kann die Energiewende nicht gelingen. Die Existenz von vielen zehntausend Arbeitsplätzen in einer der wichtigsten Zukunftsbranchen steht auf dem Spiel. Rösler und die Interessen der großen Energiekonzerne haben sich durchgesetzt. Jetzt droht ein gewaltiger Rollback in der Umwelt- und Energiepolitik“, so Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des BSW-Solar.

Neben der Windenergie hat sich die Solarenergie in den vergangenen Jahren zur wichtigsten Stütze der Energiewende entwickelt. Erst im Sommer vergangenen Jahres erklärte die Bundesregierung noch, nach dem Atomausstieg den Ausbau Erneuerbarer Energien beschleunigen zu wollen. Gerade nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima will eine überwältigende Mehrheit der Bundesbürger einen schnellen Ausbau der Solarstromnutzung. Dies bestätigte erst gestern wieder eine Repräsentativbefragung des Meinungsforschungsinstituts tsn emnid. Danach finden 69 Prozent der Befragten nicht, dass die Politik die Solarenergie zu schnell ausbaut. 60 Prozent meinen sogar, die Politik tue zu wenig für den Ausbau der Photovoltaik.

Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) und Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) verfolgen hingegen das Ziel, den Ausbau der Solarenergie deutlich zu begrenzen. Nach Berechnungen des BSW-Solar summieren sich ihre aus mehreren Komponenten zusammengesetzte Streichliste bis zum Jahresende auf Einschnitte bei der Solarstromförderung – je nach Marktsegment - auf 30 bis 50 Prozent. Der Solarmarkt in Deutschland soll nach dem Gesetzesentwurf jedes Jahr deutlich schrumpfen.

Die jüngsten Kürzungspläne treffen die Solarbranche besonders stark, da sie derzeit in einem sehr harten Wettbewerb steht und in den vergangenen Jahren wiederholt Förderkürzungen erheblichen Ausmaßes verkraften musste. Bereits in den vergangenen drei Jahren wurde die Förderhöhe für die Installation neuer Solarstromanlagen halbiert. Nach einer erst im Januar in Kraft getretenen Gesetzesänderung sinkt sie 2012 mit rund 28 Prozent doppelt so schnell wie im Vorjahr.

"Der massenhafte Protest zeigt, wie groß die Ängste bei den Beschäftigten sind, nun ihren Arbeitsplatz zu verlieren", so Körnig. Der BSW-Solar appelliert an die Bundeskanzlerin und die Mitglieder des Deutschen Bundestages, die jüngsten Kürzungspläne der beiden Minister fallen zu lassen.

Als Begründung für Förderkürzungen werden oft die Markteinführungskosten für die Photovoltaik aufgeführt, die bis heute installiert wurden. Doch Energieexperten haben in den vergangenen Wochen wiederholt darauf hingewiesen, dass die zukünftig installierten Solarstromanlagen kaum noch Kosten verursachen – dafür aber Arbeitsplätze sichern und zur Energiewende beitragen. Nach Einschätzungen der Prognos AG würde ein weiterer kraftvoller Ausbau der Photovoltaik den Strompreis bis zum Jahr 2016 nur noch um rund zwei Prozent erhöhen und sich gleichzeitig mit über 50 Milliarden Euro gesamtwirtschaftlich für Deutschland auszahlen.

Rund ein Drittel des regenerativ erzeugten Stroms aus im vergangenen Jahr neu installierten Anlagen Erneuerbarer Energien stammte aus Solarenergie. Insgesamt sind in Deutschland gegenwärtig rund eine Million Solarstromanlagen installiert. Sie werden in diesem Jahr mindestens vier Prozent des deutschen Strombedarfs decken können. Branchenziel ist es, den Anteil der Solarenergie am Strom-Mix bis zum Jahr 2020 auf mindestens 10 Prozent auszubauen. Bereits 2013 wird Solarstrom das Förderniveau von Windkraftanlagen auf dem Meer und von Biogas-Anlagen erreichen, ab 2016 in ersten Marktsegmenten voraussichtlich ohne Förderung auskommen.

Quelle: Bundesverband Solarwirtschaft e.V.

Berlin, 23. Februar 2012, Rund 80 Mitarbeiter der Berliner Solarpraxis AG protestieren am heutigen Donnerstag gemeinsam mit zahlreichen weiteren Beschäftigten der Solarwirtschaft gegen die geplante Kürzung der Solarstromförderung.

„Man kann nicht mit großer Mehrheit eine Energiewende beschließen, um gleich danach die Wachstumsbranche Solarwirtschaft mit einer Vollbremsung lahmzulegen. Durch dieses Verhalten werden nicht nur die Energiewende, sondern auch Tausende von Arbeitsplätzen aufs Spiel gesetzt“, erklärt Karl-Heinz Remmers, Vorstandsvorsitzender der Solarpraxis AG, empört. „Für viele deutsche Unternehmen haben die Kürzungen auf ihrem Heimatmarkt verheerende Auswirkungen – auch in Bezug auf ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit. Dies betrifft nicht nur bereits angeschlagene, sondern auch bislang noch kerngesunde Firmen“, so Remmers weiter.

Bundesweit gehen heute eine Vielzahl Beschäftigte der Solarbranche mit Aktionen wie symbolischen Betriebsniederlegungen gegen den von Teilen der Bundesregierung geplanten Kahlschlag bei der Solarstromförderung auf die Straße. Unter dem Motto „Kein Kahlschlag bei der Solarförderung - die Energiewende gelingt nur mit mehr Solarstrom!“ beteiligen sich bundesweit über 50 Solarunternehmen.

Ab April soll die Förderung für Solaranlagen in Deutschland deutlich zusammengestrichen werden. Berichtet wird von 15-Prozent-Kürzungen, die von Juli auf April vorgezogen werden sowie weiteren Einmalkürzungen. Große Freiflächenanlagen sollen ab April über 30 Prozent weniger Vergütung für Strom bekommen, bei kleineren Anlagen soll die Kappung etwa 20 Prozent, bei mittelgroßen etwa ein Viertel betragen. In den letzten drei Jahren wurde die Solarstromförderung bereits halbiert und allein im Jahr 2012 um 28 Prozent reduziert. Trotz dieser einschneidenden Kürzungen forderte vorrangig Bundeswirtschaftsminister Rösler weitere drastische Fördersenkungen. Über die Kürzungspläne wird bereits Ende des Monats im Bundeskabinett entschieden.

Quelle: Solarpraxis AG

Berlin, 22. Februar 2012, Am morgigen Tag, den 23. Februar 2012, protestieren bundesweit mehrere Tausend Beschäftigte der Solarbranche mit Aktionen wie beispielsweise symbolische Betriebsniederlegungen gegen den von Teilen der Bundesregierung geplanten Kahlschlag bei der Förderung von Solarstrom und für die erfolgreiche Umsetzung der Energiewende mit Solarenergie.

Unter dem Motto „Kein Kahlschlag bei der Solarförderung - die Energiewende gelingt nur mit mehr Solarstrom!“ beteiligen sich bundesweit über 50 Solarunternehmen. Darunter befinden sich Branchengrößen wie Bosch, Solarworld, First Solar und SMA Solar.
 
Hintergrund der Protestaktion

Obwohl die Solarstromförderung in den letzten drei Jahren bereits halbiert wurde und allein in diesem Jahr um 28 Prozent reduziert wird, fordern Teile der Bundesregierung, insbesondere Bundeswirtschaftsminister Rösler weitere drastische Kürzungen. Diese sollen noch in diesem Frühjahr in Kraft treten. Gleichzeitig soll nach Vorstellungen des Bundeswirtschaftsministers der Ausbau der Photovoltaik auf einen Bruchteil des bisherigen Ausbaus gedeckelt werden. Bereits am 29.2.2012 könnten die Kürzungspläne vom Bundeskabinett verabschiedet werden.

Aktionen wie symbolische Betriebsniederlegungen finden in folgenden Städten statt: Berlin, Bad Staffelstein, Erfurt, Frankfurt/Oder, Freiberg, Gelsenkirchen, Kassel, Kirchheim, Nürnberg, Wörrstadt, Wismar.

Detailinformationen zu den einzelnen Standorten:

Berlin
Jonas und Redmann
Ort: Reuchlinstraße 10-11, 10553 Berlin
Zeit: 10:45 Uhr

Berlin
Vor dem BMWi
Zeit: 12:30 Uhr

Weitere Aktionsorte:

Bad Staffelstein
IBC Solar
Ort: Am Hochgericht 10, Bad Staffelstein

Erfurt
Gemeinsame Aktion von: asola Sunpower GmbH, Bosch Solar Energy AG, Masdar PV GmbH, maxx solar & energie GmbH, PV Silicon GmbH, Sunways AG
Ort: Wilhelm-Wolff-Strasse 25, 99099 Erfurt
Zeit: 12:30 Uhr

Frankfurt/Oder
First Solar Manufacturing GmbH
Ort: Marie-Curie-Str. 3, 15236 Frankfurt/Oder
Zeit: 14:00 Uhr
 
Freiberg
SolarWorld Innovations GmbH
Ort: Am Junger Löwe-Schacht 2, 09599 Freiberg
Zeit: 12.00 - 13.00 Uhr

Gelsenkirchen
Abakus Solar
Ort: Am Bugapark 3, Gelsenkirchen
Zeit: 12.30 Uhr

Kassel
SMA Technology AG
Ort: Sonnenallee 1, 34266 Niestetal
Zeit: 13.30 – 14.30 Uhr

Kirchheim
Wagner & Co Solartechnik GmbH
Ort: Energieautarke Kollektorfabrik, Sonnenallee 1, 35274 Kirchhain
Zeit: 11:45 Uhr

Nürnberg
Frankensolar
Ort: Edisonstr. 45, 90431 Nürnberg
Zeit: 11-12 Uhr

 

Wörrstadt
Juwi Holding AG
Ort: Energieallee 1, 55286 Wörrstadt

Wismar
Centrosolar Sonnenstromfabrik GmbH
Ort: An der Westtangente 1, 23966 Wismar
Zeit: 12.00 Uhr

Quelle: Bundesverband Solarwirtschaft e.V.

Berlin, 22. Februar 2012, Der Bundesverband Solarwirtschaft verlegt morgen die geplante Photovoltaik-Protestaktion vor die Bundespressekonferenz. Der Bundesverband reagiert hiermit auf die aktuellen Nachrichten des heutigen Tages, in der bekannt wurde, dass die Solarförderung um bis zu 30 Prozent, anstatt der 15 Prozent gekürzt werden soll (Wir berichteten: Einigung - Solarstromvergütung sinkt zum 1. April um bis zu 30 Prozent).

 

Die Termine sehen jetzt wie folgt aus:

 

Berlin
Jonas & Redmann
Ort: Reuchlinstraße 10-11, 10553 Berlin.
Zeit: 10.45 Uhr

Berlin
Vor der Bundespressekonferenz (BPK)
Zeit: 12.30 Uhr

Quelle: Bundesverband Solarwirtschaft e.V.

München, 20. Februar 2012, Seit nunmehr fünf Jahren gibt es den Intersolar Award. Es handelt sich um den bedeutendsten Innovationspreis der Solarwirtschaft. Zum fünfjährigen Jubiläum soll der Award noch internationaler werden und auch "Solare Projekte" werden erstmals prämiert.

Seit dem 1. Februar und noch bis zum 30. März können sich die Aussteller der Intersolar für den Intersolar AWARD 2012 bewerben. Preisträger sind internationale Unternehmen, die ihre Innovationskraft mit herausragenden Dienstleistungen, Produkten und Lösungen unter Beweis gestellt haben. Auch zum fünfjährigen Jubiläum würdigt die Jury jeweils bis zu drei Gewinner in den Bereichen "Photovoltaik" und "Solarthermie" sowie in der Kategorie "PV Produktionstechnik".

Schlechte Voraussetzungen?

In der Regel kann jedes Unternehmen eine Innovation bei der Jury einreichen. Doch die Teilnahme am Award ist an eine Teilnahme an der Intersolar gebunden. Ist dies ein Hemmnis für kleine Unternehmen mit innovativen Produkten, Dienstleistungen und Lösungen, die sich finanziell nicht an der Ausstellung in Form eines Messeauftritts beteiligen können?

Jein, denn es besteht die Möglichkeit als junges Startup zu vergünstigten Konditionen auf einem Gemeinschaftsstand vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi), an der Fachmesse Intersolar Europe teilzunehmen. Hier übernimmt das BMWi bis zu 80 Prozent der direkten Veranstaltungskosten.

Voraussetzungen: Das Unternehmen darf nicht älter als 10 Jahre sein, muss weniger als 50 Mitarbeiter beschäftigen und muss einen Jahresumsatz von unter 10 Mio. Euro haben. Schlecht hingegen sieht es für Unternehmen aus, die diese Voraussetzungen nicht erfüllen. Zu begrüßen wäre der Wegfall dieser Ausstellungsbindung, denn dies würde viel mehr Innovationen hervorbringen und eine Teilnahme auch den Unternehmen ermöglichen, die die Voraussetzungen eben nicht erfüllen (können). Schließlich werden gerade in der Solarbranche Innovationen, gleich welcher Art, dringend benötigt.

Der Award wird internationaler

Neben den Ausstellern der Intersolar Europe in München, der Intersolar North America in San Francisco und der Intersolar India in Mumbai sind 2012 erstmals auch die Aussteller der Intersolar China aufgerufen, ihre Bewerbungen einzureichen.

Neuerung: „Solare Projekte“

Zum Jubiläum glänzt der Intersolar AWARD mit einer weiteren Neuerung: Ab 2012 wird der Intersolar AWARD um den Bereich „Solare Projekte“ erweitert. Der neue Bereich startet zunächst mit der Kategorie „Solare Projekte in Nordamerika“. Zugelassen sind dazu Projekte aus den Themenfeldern „Solares Bauen“, „Industrielle und gewerbliche Nutzung“ sowie „Großanlagen zur Energieversorgung“.

Der Weg zum Siegertreppchen

Der Intersolar AWARD wird 2012 für „Photovoltaik“, „Solarthermie“, „PV Produktionstechnik“ und erstmals in diesem Jahr auch für „Solare Projekte“ vergeben. Der neue Bereich „Solare Projekte“ startet zunächst mit der Kategorie „Solare Projekte in Nordamerika“.

Für die Teilnahme in den Bereichen „Photovoltaik“, „Solarthermie“ und „PV Produktionstechnik“ zugelassen sind Produkte, Dienstleistungen und Lösungen, die 2012 erstmals auf der Intersolar Europe und der Intersolar North America ausgestellt werden oder 2011 auf der Intersolar India oder der Intersolar China ausgestellt wurden. Weiterentwicklungen zu bereits vorgestellten Produkten und Dienstleistungen können ebenfalls eingereicht werden. Die Einreichungen sollten erprobt sein oder sich bereits in der Anwendungsphase befinden.

Unternehmen, die sich für den Intersolar AWARD bewerben möchten, können sich auf der Homepage der Intersolar Europe im Bereich „Austeller Service“, Rubrik „Marketing + Promotion“, Menüpunkt „Intersolar AWARD“ registrieren. Sie erhalten dann einen Zugang zum Download der Anmeldeunterlagen. Die Bewerbungsfrist läuft noch bis zum 30. März 2012.

Die Intersolar Europe 2012 findet vom 13. bis 15. Juni auf der Messe München statt. Die Preisverleihung für die genannten Bereiche findet im Rahmen einer feierlichen Zeremonie am 13. Juni 2012 ab 16:30 Uhr auf der Intersolar Europe statt.

Quelle: Intersolar Europe