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Top-Thema

Solardach über Kölner Autobahn?

Laut einer Machbarkeitsstudie des Berliner Thinktanks Energy Watch Group (EWG) könnte die Energieversorgung in Deutschland bereits im Jahr 2030, also in neun Jahren, aus 100 Prozent erneuerbaren Energien stammen. Dafür müsste aber die Energiewende einen Turbo bekommen, besonders was den Ausbau von Windkraft- und Photovoltaikanlagen betrifft.

Um die ausgelobten Klimaziele zu erreichen, sind intelligente wie kreative Lösungen gefragt. Könnte man nicht Autobahnen zur Stromerzeugung nutzen? Davon gibt es in Deutschland bekanntlich viele. Die Idee: Lichtdurchlässige Photovoltaikmodule die mittels Ständerwerk über die Autobahnen gebaut werden, um darüber grünen Strom zu produzieren.

In Köln könnte solch ein Projekt vielleicht Realität werden. Die Wählergruppe „GUT Köln“ möchte bei der Suche nach geeigneten Orten für Photovoltaikanlagen auch bereits versiegelte Flächen im Stadtgebiet nutzen und dazu zählen auch die Autobahnen A4 und A57.

Erfolgreiche Modellversuche mit derartigen Konstruktionen gibt es bereits aus der Landwirtschaft. AGRI-Photovoltaik nennt sich die Form der Energiegewinnung über landwirtschaftlich genutzten Flächen. Über bestehenden Anbauflächen werden Ständerwerke mit Photovoltaikmodulen errichtet und darunter Feldfrüchte angebaut. Intelligente Mehrfachnutzung auf nur einer zur Verfügung stehenden Fläche.

Der Kölner Autobahnring hat immerhin eine Länge von 90 Kilometern! Da wäre einiges möglich. Nach vorliegenden Berechnungen könnten mit dem gewonnenen Strom 35.000 Dreipersonenhaushalte ein Jahr lang mit Strom versorgt werden. Im Vergleich zu einer Millionenstadt ist das nicht viel, es zeigt aber, wie groß die Aufgabe ist, um die gesteckten Klimaziele zu erreichen.

Die Solardach-Konstruktionen hätten auch positive Nebeneffekte. So würde sich die Fahrbahndecke der Autobahn in den Sommermonaten nicht so extrem aufheizen und die Einhausung könnte auch den Lärmschutz für die Anwohner verbessern. Es handelt sich hierbei zunächst um eine Vision der Wählergruppe „GUT Köln“, um die Millionenstadt am Rhein ein Stück weit klimafreundlicher zu machen.

Nähere Informationen zu dem Thema finden Sie auf: https://www.dieguten.koeln/sonnendeck/

Batteriespeicher Schutz inklusive

In Deutschland wird heute bereits jede zweite Photovoltaikanlage mit einem Batteriespeicher installiert. Der Grund: Ein Batteriespeicher stellt die gewonnene Solarenergie rund um die Uhr zur Verfügung, auch dann, wenn die Sonne nicht scheint.

Wie steht es mit der Versicherung von Energiespeichern?            

Solarspeicher zählen in unseren Deckungskonzepten zur Peripherie einer Photovoltaikanlage. Sie gelten gemäß den zugrundlegenden Bedingungen als mitversichert, wenn sie mit der zu versichernden Photovoltaikanlage gekoppelt sind. Wie Energiespeichersysteme in den Deckungskonzepten unserer Versicherungspartner integriert sind und welche Leistungen im Versicherungsfall bestehen, erfahren Sie im nachfolgenden Beitrag:

INTER-Photovoltaik-Versicherung                                                         

Im Tarifrechner der INTER-Versicherung wird nach der Mitversicherung eines Speichers gefragt, der über einen Zuschlag von mindestens 25 Euro netto im Jahr auf Wunsch mit versichert werden kann. Voraussetzung ist, dass die vom Hersteller geforderten Wartungs- und Sicherheitsvorschriften sowie die speziellen Hinweise zum Ladevorgang beachtet werden.

Entschädigung im Schadenfall

Ist der Batteriespeicher älter als 5 Jahre, verringert sich die Entschädigungsleistung bei einem Lithium-Ionen-Speicher um 1% und bei einem Blei-Gel-Speicher um 2% je Monat. Der Abzug beträgt maximal 50%. Die Betriebsdauer des Speichers wird von dem Zeitpunkt an gerechnet, an dem der erste Besitzer die Nutzungsmöglichkeit hatte. Schäden durch chemische Reaktionen innerhalb der Speicherzellen werden nicht entschädigt.

CONDOR-Photovoltaik-Versicherung                                                        

In unserem Photovoltaikversicherungsangebot der Condor-Versicherung sind Energiespeicher ohne separaten Zuschlag mit eingebunden, sofern die Investitionskosten des Speichers in der Gesamtversicherungssumme mit berücksichtigt wurden.

Versicherte und nicht versicherte Gefahren                    

Versicherungsschutz besteht bei unvorhergesehenen äußeren Einwirkungen sowie bei Beschädigungen durch: Brand, Blitzschlag, Explosion, Anprall oder Absturz eines Luftfahrzeuges, seiner Teile oder seiner Ladung sowie Schwelen, Glimmen, Sengen, Glühen, Implosion, Sturm, Frost, Eisgang, Überschwemmung, Abhandenkommen durch Diebstahl, Einbruchdiebstahl, Raub oder Plünderung. Im Entschädigungsfall wird von den Wiederherstellungskosten ein Abzug vorgenommen. Die Höhe entspricht dem Verhältnis der am Schadentag erreichten Lebensdauer zu der vom Hersteller zu erwartenden Lebensdauer des Speichers.

Batteriespeicher mit einer vom Hersteller vorgegebenen Zyklenanzahl von 7.000 werden im Leistungsfall nach einer abzugsfreien Zeit von sechs Monaten nach Erstinbetriebnahme mit einem Abzug 1,19 % pro Monat belegt. Befindet sich die Zyklenanzahl laut Hersteller über 7.000, erhöht sich die abzugsfreie Zeit von 6 auf 12 Monate nach Erstinbetriebnahme. Der Abzug von 1,19 % monatlich bleibt unverändert bestehen.

Dazu ein Beispiel:

Ein 3 Jahre alter Batteriespeicher wird durch einen Brand völlig zerstört. Das Gerät wurde in der Gesamtversicherungssumme mit 5.000 Euro angegeben. Laut Hersteller beträgt die Anzahl der Zyklen 7000. Im Leistungsfall werden dem Versicherungsnehmer 3.115 Euro erstattet. Die Rechnung dazu: 3 Jahre = 36 Monate abzgl. 6 Monate abzugsfreie Zeit seit Erstbetrieb = 30 Monate. 30 Monate x 1,19 % = 37,7 % Abzug von 5.000 € (Anschaffungswert des Batteriespeichers) = Erstattung im Versicherungsfall 3.115 Euro.

ZURICH-Photovoltaik-Versicherung

Im Deckungskonzept der ZURICH-Versicherung zählen Akkumulatoren zur stationären Peripherie und sind ohne Aufpreis in der Photovoltaikversicherung mitversichert.

VHV-Photovoltaik-Versicherung

In der Photovoltaikversicherung der VHV ist der Energiespeicher zulagefrei enthalten, wenn die Investitionskosten des Geräts in der Versicherungssumme mit berücksichtigt wurden und die Ladekapazität des Speichers 20 kWh nicht übersteigt. Vorausgesetzt wird, dass alle gesetzlichen, behördlichen und vom Hersteller vorgegebenen Wartungs- und Sicherheitsvorschriften eingehalten werden.

Leistung im Schadenfall                                                                     

Für Vermögensschäden durch Ausfall, Entladung oder Minderleistung des Solarstromspeichers sowie bei chemischen Reaktionen innerhalb der Speicherzellen wird keine Entschädigung geleistet, es sei denn, es handelt sich um Folgeschäden an weiteren Austauscheinheiten. Ab einem Gerätealter von 2 Jahren wird im Schadenfall die Entschädigung jährlich um 8 % gekürzt, maximal um 80 Prozent.

Eine spezielle Photovoltaikanlagen-Versicherung bietet Ihnen sorgenfreien Rundumschutz auch für Ihren Solarspeicher und das bereits ab 58 Euro netto im Jahr. Nähere Informationen zu den Versicherungsleistungen und Tarifrechner finden Sie auf: rosa-photovoltaik.de

Kommt die Solarpflicht 2022?

Das im April gefällte Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum Klimaschutzgesetz der Bundesregierung fiel eindeutig aus: Deutschland muss sich im Klimaschutz stärker engagieren. Die Richter forderten die Bundesregierung auf, das Klimaschutzgesetz nachzubessern.

Das geschah auch: Das Bundesfinanzministerium veröffentlichte letzten Mittwoch das Klimaschutz-Sofortprogramm 2022. Es enthält neben neuen Regelungen für Wärmedämmung von Häusern und schärferen Vorgaben für die Windenergie auch eine Solarpflicht für Neubauten.

In einem ersten Entwurf des Sofort-Programms ist von einer bundesweiten Solarpflicht die Rede. So sollen die Standards für Neubauten verschärft und Haus- und Immobilienbesitzer zukünftig dazu verpflichtet werden, auf jedem neu errichteten Hausdach eine Photovoltaik- oder Solarthermieanlage zu installieren. Das Gleiche gilt bei größeren Dachsanierungen bei Bestandsbauten.

Der Bundesverband der deutschen Solarwirtschaft (BSW) begrüßt die Empfehlung der Bundesregierung. Über das Sofortprogramm könnte der Solaranlagenausbau in Deutschland deutlich beschleunigt werden, wenn das Gesetz noch in dieser Legislaturperiode, d. h. in den beiden noch verbleibenden Sitzungswochen des Bundestages verabschiedet würde, so der Appell des BSW an den Bundestag.

Am 23.06.2021 soll das Klimaschutzprogramm vom Kabinett beschlossen werden. Innerhalb der Bundesregierung wird über den Entwurf aber noch diskutiert. Ob der Bundestag noch vor der Wahl im September darüber entscheidet, bleibt abzuwarten.

Tagesschau-Video zum Klimaschutz-Sofortprogramm der Bundesregierung

Bund fördert AGRI-PV-Projekt mit 400.000 Euro
 
AGRI-PV, was bedeutet das eigentlich? AGRI-PV ist ein Verfahren, das gleichzeitig auf einer Fläche die landwirtschaftliche Pflanzenproduktion als auch die Stromproduktionen über eine Photovoltaikanlage ermöglicht. Mit dieser Methode lässt sich Landwirtschaft und Energieerzeugung sinnvoll kombinieren.
 
Angesichts knapper Flächen bietet die Mehrfachnutzung durch AGRI-PV in der Landwirtschaft eine Menge Potenzial. Für die Umsetzung des Förderprojekts wählte das Bundesumweltministerium für das Innovationsprogramm die Firma Steinicke im niedersächsischen Lüchow aus. Das Familienunternehmen produziert Kräuter- und Trockengemüse. Der selbst erzeugte Strom soll für den Trocknungsprozess der Gewürze genutzt werden.
 
Die bifacialen Module der Anlage sollen jährlich 756.000 kWh Solarstrom liefern. Bifaciale Solarzellen können das einfallende Licht nicht nur über die Vorderseite, sondern auch über die Rückseite nutzen. Eine zweite Glasscheibe auf der Rückseite des Moduls sorgt dafür, dass indirektes Licht durch reflektierende Sonnenstrahlen auch von hinten an die Zellen gelangt. Deshalb kann mit diesem System der Stromertrag gegenüber einer herkömmlichen Freiflächenanlage um 10 % gesteigert werden.
 
Die Photovoltaikanlage steht erhöht und in größeren Abständen zueinander über den Anbaufeldern - so hoch, dass auch landwirtschaftliche Maschinen die darunterliegenden Flächen problemlos bewirtschaften können. In der Regel werden konventionelle Freiflächenanlagen bodennah errichtet, sodass eine landwirtschaftliche Bewirtschaftung der Flächen mit Maschinen nicht möglich ist.
 
Die Module spenden der darunterliegenden Anbaufläche Schatten und sorgen dafür, dass der Boden nicht so stark austrocknet, das reduziert auch den Wasserverbrauch.
Auch wenn AGRI-PV in Deutschland noch am Anfang steht, erste Projekte gibt es bereits, weitere sind in Planung.
 
Wenn es um die Versicherung konventioneller Freiflächenanlagen oder um AGRI-PV-Anlagen handelt, dann vermitteln wir Ihnen dazu den notwendigen Versicherungsschutz. Senden Sie uns dazu einfach den ausgefüllten Fragebogen zu. Wir erstellen Ihnen dann kurzfristig ein entsprechendes Angebot.

Hier geht es zum Fragebogen: https://bit.ly/3wnFJbK

Versicherungsschutz, wenn der Wechselrichter streikt?

Der Wechselrichter, häufig auch Inverter genannt, ist ein wesentlicher Bestandteil einer Solaranlage. Seine Aufgabe ist es, den gewonnenen Gleichstrom in Wechselstrom umzuwandeln. Funktioniert er nicht richtig, kann er eine Solaranlage stilllegen. Das ist für den Betreiber sehr ärgerlich, denn es entstehen nicht nur Kosten für die Reparatur oder für ein Neugerät, sondern es entsteht auch Ertragsausfall für den Zeitraum, an dem die Anlage keinen Strom einspeisen konnte.

Die Betriebszeit eines Wechselrichters ist begrenzt

Ein Wechselrichter ist deutlich störanfälliger und weniger robust als ein Solarmodul. Er steht für eine der häufigsten Ursachen für Störungen an einer Photovoltaikanlage. Das liegt an der elektrischen Beanspruchung der Schaltung, die über den Betriebszeitraum einen Verschleiß hervorrufen kann. Neben den ständigen Strom- und Spannungsschwankungen setzen auch äußere Einflüsse wie hohe Temperaturen, Staub und Feuchtigkeit den Geräten zu und beschleunigen so den Alterungsprozess.

Es ist also wahrscheinlich, dass es innerhalb der Lebenszeit einer Photovoltaikanlage zu einem Defekt am Wechselrichter kommt und dieser repariert oder ersetzt werden muss. Die durchschnittliche Lebensdauer eines Wechselrichters liegt zwischen 10 und 15 Jahren. Nur wenige Modelle erreichen eine Lebensdauer von über 20 Jahren.

Ist ein Wechselrichter versichert?

In speziellen Photovoltaik-Versicherungen sind alle Bauteile, die zum ordentlichen Betrieb einer Solaranlage gehören, mitversichert. Dazu zählt auch der Wechselrichter. Die Versicherung leistet, wenn es sich um ein Schadenereignis handelt, das von außen und unvorhergesehen auf die Anlage einwirkt. Wird die PV-Anlage beispielsweise von einem Gewitterblitz getroffen und der Wechselrichter durch die erzeugte Überspannung zerstört, besteht Versicherungsschutz, sofern der Versicherungsnehmer die äußere Schadeneinwirkung nachweisen kann.

Was bedeutet „Innerer Betriebsschaden“?

Es gibt Photovoltaikanlagen-Versicherer die einen Defekt an einem Wechselrichter auch dann entschädigen, wenn dieser nicht von einer versicherten Gefahr, wie zum Beispiel von einer Überspannung oder einem Kurzschluss verursacht wurde. So ein Sachschaden wird als „Innerer Betriebsschaden“ bezeichnet. Der liegt beispielsweise vor, wenn ein Defekt an einem elektronischen Bauteil im Wechselrichter dafür sorgt, dass das Gerät nicht mehr einwandfrei funktioniert.Schäden im Rahmen der Herstellergarantie sind hiervon natürlich ausgenommen. Dafür muss der Hersteller geradestehen. Auch bei betriebsbedingter Abnutzung bzw. Geräteverschleiß besteht kein Versicherungsschutz.

Was beim „Inneren Betriebsschaden“ zu beachten ist!

Bis zu 2.500 Euro Schadenersatz leistet die INTER-Versicherung bei Inneren Betriebsschaden an Wechselrichtern, wenn sich das Gerät nicht länger als zehn Jahre in Betrieb befunden hat. Die VHV-Versicherung ersetzt Innere Betriebsschäden an Wechselrichtern bis zu 1.600 Euro. Voraussetzung: Das Gerät ist zum Zeitpunkt des Schadens nicht älter als zwölf Jahre.

Die Condor- und die ZURICH-Versicherung legen sich nicht auf eine zeitliche Begrenzung hinsichtlich der Lebensdauer eines Inverters fest. Aus der Erfahrung heraus gehen beide Versicherer von einem Lebenszyklus von zehn Jahren aus. Bei Defekten an Geräten, die älter als zehn Jahre sind, gehen die Versicherer zunächst von einem altersbedingten Verschleißschaden aus. Im Einzelfall ziehen die Versicherer einen Sachverständigen oder Gutachter hinzu, um die Schadenursache des Gerätedefekts genau zu ermitteln.  

Wird bei Inneren Betriebsschäden auch der Ertragsausfall vergütet?

Photovoltaik-Versicherungen mit der Klausel „Innerer Betriebsschaden“ ersetzen neben der Reparatur oder einem Neugerät bis zu einem bestimmten Euro-Wert für den Zeitraum des Anlagenstillstands auch den Ertragsausfall. Die VHV-Versicherung übernimmt bis zu 1.000 Euro, die INTER-Versicherung bis zu 2.500 Euro.

Sie sehen, wie wichtig es ist, sich vor Abschluss einer Photovoltaikanlagen-Versicherung ausführlich zu informieren.

Umfassenden Versicherungsschutzschutz inklusive Innerer Betriebsschäden und Ertragsausfallversicherung erhalten Sie bereits ab 75 Euro netto im Jahr. Nähere Informationen und Tarifrechner finden Sie auf: www.rosa-photovoltaik.de