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Köln, 23. Mai 2012, Umwelt- und Klimaschutz sind wichtige Gründe, die für den Einsatz der Solarenergie sprechen. Stromerzeugung durch Photovoltaik ist klimaneutral. Das gilt allerdings nur für die Nutzung der Photovoltaik im Betrieb. Denn selbstverständlich haben Herstellung, Logistik, Installation und am Ende des Lebenswegs das Recycling von Anlagen und Modulen Auswirkungen auf die Umwelt. Um diese Auswirkungen zu messen und zu reduzieren, bietet TÜV Rheinland in einem internationalen Kompetenzteam zahlreiche Analyseverfahren. Diese Verfahren dienen der Optimierung von Produkten ebenso wie der Verbesserung des umweltorientierten und nachhaltigen Wirtschaftens ganzer Unternehmen.

TÜV Rheinland - Ökobilanzierung zeigt Potenzial für Optimierungen ökologisch und ökonomisch auf

 

Bild: TÜV Rheinland - Ökobilanzierung zeigt Potenzial für Optimierungen ökologisch und ökonomisch auf

Ralf Martin Müller, Experte für Nachhaltigkeit bei TÜV Rheinland: „Ökobilanzen durchleuchten systematisch die Umweltwirkungen in einem Unternehmen oder im gesamten Lebenslauf eines Produktes. Solche Analysen sind ein wichtiges Instrument, um ökologische und zugleich ökonomische Schwachstellen zu identifizieren und dann zu vermeiden.“

In der Praxis liefern Ökobilanzen Ansatzpunkte zur Prozessoptimierung, zur Reduzierung des Ressourceneinsatzes sowie Vermeidung von Abfällen und damit insgesamt zur Verbesserung der Umwelteigenschaften beispielsweise eines analysierten Produkts. Das Verfahren zur Ökobilanzierung von Produkten, das die Experten von TÜV Rheinland anwenden, entspricht den international gültigen Normen ISO 14040/14044. Müller: „Im Zentrum steht die Frage: Wo und wie lassen sich Ressourcen besser nutzen – und damit unmittelbar Kosten einsparen?“

Das Leistungspaket des internationalen Kompetenzteams von TÜV Rheinland zur Analyse der Nachhaltigkeit mit Experten aus China, Deutschland und den USA umfasst neben der Ökobilanz nach ISO 14040/14044 auch vergleichende Ökobilanzen oder die Erstellung von Ökoprofilen. Hinzu kommt der Product Carbon Footprint – zu Deutsch CO2-Fußabdruck – für einzelne Photovoltaik-Module.

Müller: „Trotz aller Bemühungen hat die Belastung der Atmosphäre mit Treibhausgasen in den vergangenen Jahren weiter zugenommen. Unternehmen werden daran gemessen, ob sie dieses Problem ernsthaft angehen.“ Speziell für die Solarunternehmen sei dies ein wichtiger Punkt zur Positionierung im Wettbewerb zu anderen Wegen der Energieerzeugung und auch innerhalb der Branche selbst. Ziel ist es, die Umweltauswirkungen bei der Herstellung, Nutzung und Entsorgung von Photovoltaik-Modulen weiter zu verringern. Hier sehen die Fachleute von TÜV Rheinland weiteres Potenzial zur Optimierung der Ökobilanz beispielsweise bei der Wahl des Herstellungsstandorts von Modulen sowie der Entscheidung über den richtigen Standort der Photovoltaik-Anlagen.

Darüber hinaus lässt sich anhand der Ökobilanzierung errechnen, in welchem Zeitraum die für Produktion und Installation eingesetzte Energie bei unterschiedenen Photovoltaik-Systemen zurück gewonnen werden kann und wie die Recyclingfähigkeit von Modulen und Anlagen optimiert werden kann.

Quelle: TÜV Rheinland

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