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Die Zeiten, in denen eine 100%ige Vorauszahlung von den Solarteuren verlangt wurde, sollten eigentlich vorbei sein. Dennoch verlangen einige Solarteure von ihren Kunden noch immer vor der Lieferung bzw. Installation der Solarstromanlage 100 Prozent Vorkasse. Der Hintergrund aus Sicht der Solarteure ist, dass diese in den meisten Fällen ebenfalls die Ware bei den Händlern nur per Vorauskasse erhalten. Haben demnach Solarteure kein ausreichendes Eigenkapital, verlangen diese von ihren Kunden die komplette Zahlung, um damit die Solar-Systemkomponenten vom Händler begleichen zu können. Ein gewisses Eigenkapital sollte ein Solarteur schon besitzen. Schon alleine aus dem Grund, damit Gewährleistungsfälle abgedeckt sind.

Folgende Gründe sprechen gegen eine komplette Vorauszahlung:

  • Wird der Solarteur nach der Begleichung der Rechnung zahlungsunfähig, so ist in der Regel auch das Geld verschwunden.
  • Der Solarteur hat bis dahin noch keine Leistung erbracht und der Kunde noch keine Ware/Leistung erhalten.
  • Solarteure, die nur ein sehr niedriges Eigenkapital besitzen, können im Falle eines Anspruches durch einen anderen Kunden auf das bereits eingezahlte Kapital zugreifen und können im schlimmsten Falle die Ware beim Händler nicht mehr ordern.
  • Der Solarteur könnte mit der Montage zwar beginnen, beendet aber seine Arbeit überhaupt nicht, verspätet oder nur mangelhaft.

Da es sich um sehr große Summen handelt die per Vorauskasse bezahlt werden, sollten Kunden auf andere Zahlungsbedingungen bestehen. Folgende Zahlungsvereinbarung hat sich bewährt und ist für beide Seiten fair und akzeptabel.

10 % bei Auftragserteilung (sofort)
40 % bei Montagebeginn (sofort)
40 % bei Lieferung der Solarmodule und Wechselrichter (sofort)
10 % nach EVU-Anschluss (14 Tage ohne Abzug)

Der Vorteil dabei ist, dass der Kunde in nachvollziehbaren Schritten seine Rechnung an den Solarteur begleicht. Zudem erwartet der Solarteur für seine Arbeiten Geld das er nur erhält, wenn auch die vereinbarten Schritte begonnen oder beendet wurden. Er ist also bestrebt, zügig und zur vollen Zufriedenheit des Kunden zu arbeiten.

Mit den ersten 10 Prozent kann der Solarteur zwar keine Ware beim Händler bezahlen, jedoch unterstreicht dies zusätzlich die Ernsthaftigkeit des Kunden trotz unterschriebenen Auftrages, die Photovoltaikanlage von den jeweiligen Solarteur zu beziehen und schlüsselfertig montieren zu lassen.

Die zweite Zahlung über 40 Prozent der Gesamtsumme setzt voraus, dass zumindest das Montagegestell geliefert wurde. In der Regel steht auch schon das Gerüst, sofern dieses benötigt wird.

Bei der dritten Zahlung über 40 Prozent ist in der Regel das Montagegestell auf dem Dach montiert und die Lieferung der Wechselrichter und Solarmodule ist am Montageort eingetroffen.

Die letzte Zahlung über 10 Prozent ist spätestens 14 Tage nach Inbetriebnahme an den Solarteur zu zahlen. Etwaige Mängel könnten hier noch in Abzug gebracht werden. Bevor aber an der Rechnung gekürzt wird, sollte der Solarteur ausreichend Zeit erhalten, die Mängel zu beseitigen. Solange kann auch das Geld durch den Kunden zurückbehalten werden.