Photovoltaik-Guide – News der Solarindustrie und Photovoltaikbranche
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Strom vom Kuhstall mit Solarmodulen der 3S Swiss Solar Systems

photovoltaik-guide.de / Michael Ziegler | 30.07.2010

Lyss, 30. Juli 2010 – Über 1.758 MegaSlate-Solarmodule der 3S Swiss Solar Systems produzieren auf dem Dach einer Viehscheune im Kanton Bern seit Ende April Strom aus der Kraft der Sonne. Das zukunftsweisende Projekt in Melchnau bei Langenthal im Kanton Bern vereint technologischen Fortschritt in der Solarstromtechnik mit der Tradition der Landwirtschaft, im Einklang mit der Natur zu leben.

3S Industries AG

3S Industries AG

Auf einer Fläche von 1885 m2 wurden auf dem Stalldach seit Ende April bereits knapp 93000 kWh Strom produziert. Bei einer installierten Leistung von 264kWp erzeugt die Anlage jährlich rund 250‘000 kWh Solarstrom und versorgt damit rund 65 Haushalte. Der Neubau des landwirtschaftlichen Gebäudes in Melchnau wurde auf der südlich ausgerichteten Dachfläche mit einer PV-Anlage ausgestattet, die optimal in die Gebäudehülle integriert ist. 1758 Solarpaneele der 3S Swiss Solar Systems, einer Tochter der Meyer Burger Technology AG, wurden ästhetisch ansprechend in das Dach eingefügt.

Für die Realisierung der Anlage gründeten verschiedene Partner die pvenergie AG, an welcher der regionale Energieversorger Energie Wasser Bern, der Initiant der Anlage, Stefan Bigler sowie das lokale Energieunternehmen IBL der Gemeinde Langenthal und mehrere Landwirte aus der Region beteiligt sind. Als grösster Abnehmer des produzierten Stroms unterstützt ausserdem das Schweizer Telekom-Unternehmen Swisscom das Projekt, das ohne kostendeckende Einspeisegütung (KEV) des Bundes finanziert werden kann. Das Projekt vereint neueste Solartechnologie und ansprechende Architektur mit privater Initiative und überregionaler Vernetzung. Für die Landwirte bedeutet die Anwendung von Solarstrom eine wichtige Fortführung ihrer Tradition einer naturverbundenen, nachhaltigen Wirtschaftsweise bei gleichzeitiger Erschliessung neuer Einnahmequellen durch den Verkauf des produzierten Solarstroms.

Das MegaSlate®-Solardachsystem der 3S Swiss Solar Systems AG ist ein zukunftsweisendes, architektonisch ansprechendes Konzept, das sich für Neubauten und Dachsanierungen eignet. Es bietet alle Vorteile eines herkömmlichen Daches und ersetzt als vollständige oder teilintegrierte Dacheindeckung die herkömmliche Eindeckung. Die ästhetische Synthese aus robuster, wetterfester Gebäudehülle und effizienter, umweltfreundlicher Stromproduktion kann ergänzt werden mit der Funktion der Wassererwärmung. Die Solarpanels von 3S Swiss Solar Systems, die neu unter der Marke 3S Photovoltaics vermarktet werden, sind durch den TÜV zertifiziert und strengstens auf Wind- und Schneelasten, Regendichtheit, Hagel sowie Brandsicherheit geprüft.

Quelle: 3S Swiss Solar Systems AG

Kategorie(n): Anlagenbau, Unternehmensentwicklung | Kein Kommentar »

XXXL Unternehmensgruppe nimmt Photovoltaik-Anlage in Betrieb

photovoltaik-guide.de / Michael Ziegler | 30.07.2010

Uffenheim/Würzburg, 30. Juli 2010 – Nach einer Rekordbauzeit von nicht einmal drei Monaten hat die XXXL Unternehmensgruppe die auf ihrem Zentrallager im mittelfränkischen Uffenheim neu installierte Photovoltaik-Anlage offiziell in Betrieb genommen und damit ein deutliches Zeichen für den Klima- und Umweltschutz gesetzt. Gemeinsam mit Uffenheims Bürgermeister Georg Schöck und Wolfgang Hofmann von der für die Bauausführung zuständigen Flachdach-Solar GmbH & Co. KG hat Helmuth Götz, Mitglied der Geschäftsführung der XXXL Unternehmensgruppe, den Startschuss gegeben und die Anlage ans Netz angebunden.

Gleichzeitig kündigte Helmuth Götz den weiteren Ausbau des Standortes in Uffenheim an. Das Logistik-Zentrum direkt an der Autobahn 7 soll “zum Drehkreuz der XXXL Logistik in Deutschland” werden. Bereits in wenigen Wochen werden zwei neue Hallen an das bestehende Gebäude angebaut, der Erwerb eines rund 90.000 Quadratmeter großen Grundstücks in unmittelbarer Nähe sichert die weitere Expansion des weltweit zweitgrößten Möbelhändlers, der derzeit alleine in Deutschland 27 Einrichtungshäuser betreibt.

Die XXXL Unternehmensgruppe hat auf dem Dach ihres Zentrallagers rund drei Millionen Euro in den Bau dieser großflächigen Photovoltaik-Anlage investiert und sich damit für Energieeffizienz und nachhaltigen Klimaschutz engagiert. Seit einem Jahr ist das Zentrallager in Betrieb und bietet Platz für mehr als 60.000 Paletten. Täglich werden bereits jetzt direkt an der A7 rund 15.000 Kartons umgeschlagen und beinahe 1.000 Kubikmeter Ware in die Einrichtungsfilialen der XXXL Unternehmensgruppe geliefert.

Auf dem 40.000 m² großen Dach des Zentrallagers in Uffenheim sind insgesamt 5.685 Solarmodule installiert worden. Die gesamte Fläche von 7.300 m² und ist größer als ein Fußballfeld. Pro Jahr werden rund 855.000 kWh Strom mit der neuen Anlage erzeugt. Damit könnten gut 280 Haushalte ein Jahr lang mit Strom versorgt werden. “Auch für uns ist das ein Meilenstein”, sagte Helmuth Götz vor Vertretern aus Politik und Wirtschaft, “das ist unsere erste Photovoltaik-Anlage und wir, die mit unseren Einrichtungshäusern sehr große Flächen benötigen, unterstreichen damit unser Engagement für Klima- und Umweltschutz.”

Mit dem Bau der Photovoltaik-Anlage, bei der Kabel mit einer Gesamtlänge von mehr als 40 Kilometern verlegt worden sind, bekräftigt die XXXL Unternehmensgruppe neben ihrer Führungsrolle am europäischen Einrichtungsmarkt auch ihre umweltpolitische Weitsicht. “Klimaschutz geht uns alle an”, betonte Helmuth Götz, “neben der Kundenzufriedenheit und der Wirtschaftlichkeit der XXXL Unternehmensgruppe gehören vor allem auch Klima- sowie Umweltschutz zu den vorrangigen Unternehmenszielen.”

Die Photovoltaik-Anlage auf dem Dach des XXXL Zentrallagers verbessert die Klimabilanz erheblich. Die jährliche CO²-Einsparung beläuft sich auf 513 Tonnen. “Wir reden nicht nur über den schonenden Umgang mit unserer Umwelt, sondern wir handeln und tun so etwas für die nächsten Generationen”, sagte Helmuth Götz bei der offiziellen Inbetriebnahme der Photovoltaik-Anlage in Uffenheim. Mit der Lieferung und Montage des mehr als 40 Tonnen schweren Trafos wurde das XXXL Klimaschutz-Projekt abgeschlossen, ab sofort ist die Anlage am Netz.

Quelle: XXXL Möbelhäuser Deutschland

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PAYOM SOLAR AG: Starkes erstes Halbjahr sorgt auch 2010 für neue Rekordwerte

photovoltaik-guide.de / Michael Ziegler | 30.07.2010

Merkendorf, 30. Juli 2010 – Nach vorläufigen Berechnungen hat die Payom Solar AG in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2010 bereits ihr komplettes Vorjahresergebnis erreicht. Der Umsatz konnte im ersten Halbjahr 2010 auf rund EUR 72 Mio. gesteigert werden, was einer Versiebenfachung gegenüber dem Vorjahreszeitraum (EUR 9,85 Mio.) entspricht. Noch eindrucksvoller stellt sich die Ertragssituation dar.

Payom Solar AG

Payom Solar AG

Nachdem im ersten Halbjahr 2009 ein Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) in Höhe von EUR 0,58 Mio. erzielt wurde, konnte im gleichen Zeitraum des aktuellen Geschäftsjahres bereits ein EBIT von mehr als EUR 5,5 Mio. erzielt werden. „Neben einigen großen Projekten im In- und Ausland konnte die Payom Solar AG vor allem das Geschäftsvolumen in ihrem Kerngeschäft – nämlich der Installation von Solaranlagen auf Dächern von privaten und gewerblichen Kunden – mit seinen Partnern im Dachhandwerk weiter ausbauen.“, erklärt Vorstand Jörg Truelsen.

Mit Blick auf die Auftragsbücher ist schon jetzt abzusehen, dass sich der positive Trend im zweiten Halbjahr für die Payom Solar AG ungebrochen fortsetzen wird. „Bei einer stabilen EBIT-Marge oberhalb von sieben Prozent werden wir im Gesamtjahr einen Umsatz von mindestens EUR 120 Mio. erzielen.“, ist sich Truelsen sicher. Endgültige Zahlen für das erste Halbjahr wird die Gesellschaft im August präsentieren.

Quelle: Payom Solar AG

Kategorie(n): Unternehmensentwicklung | Kein Kommentar »

solarpeq: Solartechnik wird effizienter

photovoltaik-guide.de / Michael Ziegler | 30.07.2010

Düsseldorf, 30. Juli 2010 – Der Wirkungsgrad von Photovoltaikmodulen ist noch längst nicht ausgereizt. Firmen kämpfen an vielen Fronten um jeden Prozentpunkt. Dabei rückt neben den Zellen und dem Herstellungsprozess auch das Modulglas ins Blickfeld. Denn neueste Gläser versprechen zusätzliche Effizienzgewinne und die Möglichkeiten sind noch lange nicht ausgeschöpft.

Der kalifornische Solarproduzent Sunpower beweist sich erneut als Innovationstreiber in der Photovoltaik (PV). Die Firma hat in einer industrienahen Fertigung eine Solarzelle hergestellt, die Sonnenlicht mit einem Wirkungsgrad von 24,2 Prozent in Strom umwandelt. Damit haben die Amerikaner die Effizienz ihrer Zellen in den vergangenen fünf Jahren um vier Prozentpunkte gesteigert und sind nun dicht dran am Weltrekord der University of New South Wales in Sydney. Bereits Ende der neunziger Jahre erreichten dort Forscher mit einer Siliziumzelle 24,7 Prozent Wirkungsgrad. Sunpowers Schlüssel zu hoher Effizienz ist das Rückkontaktkonzept.

Innovationen im Fokus: Die Suche nach effizienteren Halbleitern für Solarzellen beschäftigt Forscher und Ingenieure weltweit (Quelle: Bosch)

Innovationen im Fokus: Die Suche nach effizienteren Halbleitern für Solarzellen beschäftigt Forscher und Ingenieure weltweit (Quelle: Bosch)

„Wir verbannen sämtliche Stromanschlüsse unserer monokristallinen Silizium-Solarzellen auf die Rückseite“, erklärt Technologe Bill Mulligan. So wird die lichtzugewandte Front der Zellen nicht durch Metallbahnen verschattet und es fällt mehr Licht zur Energieproduktion ein. Die Technik ist wegen ihrer hohen Leistung sehr gefragt: Serienmäßig hergestellte Rückseiten-sammler erreichen knapp 23 und bezogen aufs Modul 19,5 Prozent Wirkungsgrad – gängige Siliziumpaneele liegen im Durchschnitt bei 13 bis 16 Prozent.

Der Wirkungsgrad beeinflusst die Wirtschaftlichkeit stärker als jeder andere Faktor bei der Herstellung von Zellen und Modulen. Jeder Prozentpunkt mehr Wirkungsgrad senkt, so die Faustregel, die Kosten um rund fünf Prozent, da pro Watt weniger Material benötigt wird. Bei Sunpower schlägt dieser kostensenkende Effekt aufgrund des teuren monokristallinen Halbleiters und der aufwendigen Produktion jedoch noch nicht durch. Rückseitensammler tragen Minus- und Pluspol auf der Rückseite. Sie müssen deshalb ineinander verschachtelt werden, um Kurzschlüsse zu vermeiden. „Das erfordert zusätzliche Prozessschritte und viel Know-how“, sagt Jan Schmidt vom Institut für Solarenergieforschung in Hameln (ISFH).

Komplexe Fertigung: Die Produktion von Solarzellen und Modulen erfordert viel Prozess-Know-how. Daher kann es Jahre dauern, bis Neuentwicklungen serienmäßig umgesetzt werden. (Quelle: aleo solar)

Komplexe Fertigung: Die Produktion von Solarzellen und Modulen erfordert viel Prozess-Know-how. Daher kann es Jahre dauern, bis Neuentwicklungen serienmäßig umgesetzt werden. (Quelle: aleo solar)

Mit Hi-Tech Glas zu mehr Effizienz

Die Firmen suchen deshalb fieberhaft nach kosteneffizienteren Alternativen. Sanyo aus Japan zum Beispiel hat eine Mono-Zelle entwickelt, die von Schichten aus günstigem amorphen Silizium umgeben ist. Sie dienen vor allem als Barriere, die verhindert, dass im Kristall erzeugte Ladungsträger an dessen Oberfläche verloren gehen. Dadurch steigt die Effizienz der Zellen auf 20,7 Prozent, die Module schaffen 18,2 Prozent. Alfasolar aus Hannover setzt dagegen für Optimierungen am Modul an. Das Unternehmen verwendet multikristalline Zellen des belgischen Herstellers Photovoltech mit bis zu 17 Prozent Effizienz und verpackt die kleinen Kraftmeier hinter Modulglas mit pyramidenförmigen Strukturen. An der Glasinnenseite werden austretende Strahlen so reflektiert, dass sie erneut auf die Zellen treffen – also quasi eine neue Chance zur Absorption erhalten, falls sie nicht schon beim ersten Kontakt mit dem Silizium in Strom umgewandelt worden sind. So holt Alfasolar maximale Power aus den Zellen – der Modulwirkungsgrad beträgt 15,4 Prozent.

Immer mehr Hersteller nutzen inzwischen Antireflexionsgläser für Effizienzsteigerungen, wobei Lichtfallen nur ein Weg zu einer besseren Photonenausbeute sind. Centrosolar Glas aus Fürth zum Beispiel durchsetzt die Antireflexschichten seiner Gläser mit winzigen Luftporen, die für einen weicheren Übergang des Lichts sorgen. Strukturierte und beschichtete Solargläser bringen einen weiteren Vorteil mit sich: Ihre Oberfläche ist glatter als die konventioneller Gläser, da sie durch Walzen stark verdichtet werden. Dadurch perlen Dreck und Wasser wie am Blatt einer Lotusblume ab und behindern somit den Lichteinfall nicht. Glasspezialisten werden ihre Innovationen vom 28. September bis 1. Oktober 2010 zur Weltleitmesse der Glasindustrie, glasstec, beziehungsweise zur parallel stattfindenden Fachmesse für solare Produktionstechnik, solarpeq, in Düsseldorf zeigen.

Sensibles Gut: Die Produktion von Dünnschichtmodulen erfolgt im Reinraum. Bereits kleinste Verunreinigungen beinträchtigen den Wirkungsgrad. (Quelle: Inventux)

Sensibles Gut: Die Produktion von Dünnschichtmodulen erfolgt im Reinraum. Bereits kleinste Verunreinigungen beinträchtigen den Wirkungsgrad. (Quelle: Inventux)

Bei der konzentrierenden PV geht es ebenfalls um geschickte Lenkung des Lichts. Die Module enthalten Spiegel oder Linsen, die Strahlung auf eine winzige Zelle konzentrieren. Die effizientesten unter ihnen erreichen Wirkungsgrade von bis zu 40 Prozent. „An guten Standorten können Konzentratorsysteme schon heute kostengünstiger Strom erzeugen als herkömmliche Flachmodule“, sagt Andreas Bett, Leiter der Abteilung Solarzellen am Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE) in Freiburg. Allerdings müssen Konzentrator-Module exakt der Sonne nachgeführt werden, was die Kosten erhöht und bei Dachanlagen kaum möglich ist.

Solarzellen im Nanoformat

Auch bei der Dünnschichttechnik herrscht reger Wettbewerb. Das größte Wirkungsgradpotenzial wird CIS-Zellen zugesprochen. Die Abkürzung steht für halbleitende Verbindungen aus Kupfer, Indium, Gallium, Selen oder Schwefel. Das National Renewable Energy Laboratory der USA erreichte damit eine Effizienz von 20,3 Prozent. Allerdings sind industriell gefertigte Zellen hiervon noch weit entfernt, und bei den Produktionskosten haben sie sich noch nicht von der kristallinen Konkurrenz abgesetzt. „Für CIS existieren einfach noch zu kleine Produktionseinheiten. Erst wenn die Massenproduktion läuft, werden die Kosten sinken“, sagt EU-Energieexperte Arnulf Jäger-Waldau. Dünnschichtmodule aus Cadmium-Tellurid sind weiter entwickelt. Die US-Firma First Solar fertigt sie bereits für 0,60 Euro pro Watt. Die wenigsten Hersteller produzieren Module schon für weniger als ein Euro pro Watt.

Nanozellen sind ebenfalls eine Option für die PV. Dabei wandeln winzige Kunststoff- oder Farbstoffpartikel Licht in Energie um. Heliatek aus Dresden zum Beispiel hat ein Verfahren entwickelt, bei dem Farbstoffmoleküle im Vakuum großflächig auf Plastikfolie aufgedampft werden. Da dabei nur wenig Material und Energie benötigt werden, sinken die Produktionskosten. Die Sachsen streben 0,40 Euro pro Watt an und würden damit weit unter den Kosten konventioneller Solarmodule liegen. Die große Schwäche der Nanozellen ist jedoch, dass sie schnell an Leistung verlieren, weil die als Halbleiter eingesetzten Polymere und Farbstoffe schnell degenerieren. Doch wegen der vielfältigen Einsatzmöglichkeiten arbeiten Forscher eifrig daran, ihre Haltbarkeit zu verbessern.

Immer der Sonne nach: Konzentrierende Systeme folgen dem Verlauf der Sonne. Die Nachführung verursacht Zusatzkosten, dafür erzeugen die Anlagen mehr Strom als einfache Module. (Quelle: Concentrix Solar)

Immer der Sonne nach: Konzentrierende Systeme folgen dem Verlauf der Sonne. Die Nachführung verursacht Zusatzkosten, dafür erzeugen die Anlagen mehr Strom als einfache Module. (Quelle: Concentrix Solar)

So lassen sich die schlanken Stromgeneratoren dank ihres geringen Gewichts und ihrer Flexibilität gut als stromerzeugende Glasfassaden oder Fenster in Gebäude integrieren. Experten sprechen dem Marktsegment der Gebäudeintegration großes Wachstumspotenzial zu. Den Maschinen- und Anlagenbauern bietet die Nano-PV ein neues Betätigungsfeld. Unternehmen wie Centrotherm, Leybold Optics oder Von Ardenne, die Ihre Innovationen zur solarpeq vorstellen werden, beliefern bereits Dünnschicht-Produzenten oder Hersteller organischer Leuchtdioden (OLED) mit Beschichtungsanlagen. Diese Maschinen werden verstärkt auch die Hersteller von organischen oder Farbstoffzellen nachfragen. Zur glasstec wird es im Rahmen der Sonderschau glass technology live Beispiele für ästhetische fassadenintegrierte Photovoltaik bzw. Multifunktionsfassaden zu sehen geben.

Silizium weiter dominierend

Trotz des großen Entwicklungspotenzials von Dünnschicht & Co. glaubt Stefan Glunz, Leiter der Abteilung Entwicklung von Siliziumsolarzellen am ISE, an die Zukunft der Siliziumzellen, da ihre Langzeitstabilität außer Frage stehe und sich ihre Effizienz bereits mit geringem Aufwand verbessern lasse. Wirkungsgradsteigerungen von einem Prozent sind etwa zu erreichen, indem bessere Antireflexionsschichten mehr Strahlung nutzbar machen und neue sogenannte Passivierschichten Ladungsträgerverlusten an der Kristalloberfläche entgegenwirken. Auch neue Methoden zur Herstellung von Zellenkontakten helfen weiter. Heute werden Frontkontakte meist durch Siebdruck von Metallpasten produziert. Die so hergestellten breiten Kontaktfinger behindern den Lichteinfall und haben hohe Widerstände. Zudem treten beim Druck große Kräfte auf, dem nur dickere Zellen trotzen können. Das ISE entwickelt deshalb Metallisierungsprozesse, die ohne Siebdruck auskommen. „Wir setzen dabei auf die chemische Abscheidung von Metallen oder das kontaktlose Drucken von Metallaerosolen“, sagt Glunz.

Weitere Effizienzgewinne verspricht „N-Typ“-Silizium, ein mit Bor angereicherter, positiv leitender Absorber. Diese spezielle Siliziumvariante hat besonders gute elektrische Eigenschaften, ist wegen des reaktionsfreudigen Bor in der Produktion jedoch schwer handhabbar. So ist eine optimale Passivierung von N-Typ-Zellen mit gängigen Barriereschichten nicht zu erreichen. Der chinesische PV-Konzern Yingli Solar hat in Kooperation mit dem Energieforschungszentrum der Niederlande (ECN) und dem US-Anlagenbauer Amtech Systems nun einen industrietauglichen Prozess für die N-Typ-Zelle gefunden. Die Module, die Yingli vom Herbst 2010 an aus den neuen Lichtsammlern fertigen will, sollen bis zu 16,5 Prozent des Lichts in Energie umwandeln und mit 190 bis 315 Watt locker so viel Leistung wie gute Paneele westlicher Produzenten bringen.

Wegweisend: Die gebäudeintegrierte PV könnte sich dank neuer Solartechniken wie Nano-Solarzellen zu einem wichtigen Marktfeld entwickeln. Der Berliner Hauptbahnhof ist eines der frühen gelungenen Projekte. (Quelle: BSW)

Wegweisend: Die gebäudeintegrierte PV könnte sich dank neuer Solartechniken wie Nano-Solarzellen zu einem wichtigen Marktfeld entwickeln. Der Berliner Hauptbahnhof ist eines der frühen gelungenen Projekte. (Quelle: BSW)

Eine Alternative dazu könnten sogenannte „Metallization Wrap Through“-Zellen (MWT) sein. Dabei werden die für die Verschaltung im Modul nötigen Stromsammelschienen auf die Rückseite der Zellen verlegt und über 16 in den Wafer gebohrte Löcher mit den Metallkontakten auf der Frontseite verbunden. Durch dieses Durchfädeln der Metallisierung verringert sich der Schattenwurf. Damit ist MWT gewissermaßen die leichter umzusetzende Vorstufe der von Sunpower gefertigten Rückseitensammler, denn im Gegensatz dazu bleiben die Kontakte auf der Vorderseite. Nichtsdestotrotz lässt sich durch diese „einfache“ Maßnahme die Effizienz deutlich steigern. Das ECN und der norwegische PV-Konzern REC erreichten im Dezember 2009 mit Modulen aus sogenannten MWT-Zellen aus multikristallinem Silizium 17 Prozent Wirkungsgrad. Die Kooperative übertraf damit den bis dahin von den Sandia National Laboratories in den USA gehaltenen Wirkungsgradrekord für MWT-Zellen um 1,5 Prozentpunkte. Selbst mit dem Standardhalbleiter sind damit inzwischen Effizienzen möglich, die bisher nur mit teuren Hocheffizienzzellen erreicht wurden.

Welche Optimierungsmöglichkeiten die PV-Hersteller auch immer nutzen, letztendlich entscheiden innovative Produktionsverfahren über konkurrenzfähige Herstellungskosten. Hier profitiert die PV-Branche unter anderem von dem Spezialwissen der Unternehmen aus der Glasbranche mit Ihrer Erfahrung im Bedampfen, Bedrucken, Laminieren oder der Neuentwicklung von Spezialgläsern. Zur glasstec und solarpeq kommen in Düsseldorf beide Branchen erstmals in dieser Form zusammen – eine gute Basis für mehr Wirkungsgrad in der Zukunft.

Quelle: solarpeq

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TOP-THEMA: Conergy erzielt Einigung mit Banken – Dieter Ammer für weitere drei Monate bestellt

photovoltaik-guide.de / Michael Ziegler | 30.07.2010

Hamburg, 30. Juli 2010 – Die Hamburger Conergy AG hat sich mit den finanzierenden Banken auf die Verlängerung ihrer Kredite bis Ende 2011 geeinigt. Damit trägt das Bankenkonsortium weiter den operativ erfolgreichen Kurs der Conergy, die bereits im laufenden Jahr die Rückkehr in die operative Gewinnzone erwartet. Der Kredit war im Grundsatz am 31. Juli 2010 fällig. Darüber hinaus haben sich die Parteien darauf geeinigt, die drei noch ausstehenden Raten für ein Tilgungsdarlehen ebenfalls bis Ende 2011 auszusetzen. Dies ermöglicht es dem Unternehmen, seine geplanten Wachstumsziele umzusetzen.

Conergy AG

Conergy AG

Gleichzeitig mit der Verlängerung haben das Bankenkonsortium und der Conergy-Vorstand vereinbart, eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mit einem Gutachten zur Geschäftsentwicklung (Independent Business Review) zu beauftragen. Sollte das Gutachten zu dem Schluss kommen, dass eine Anschlussfinanzierung über den 31. Dezember 2011 hinaus ohne Stärkung der Kapitalbasis eher unwahrscheinlich ist, werden die Parteien gemeinsam Möglichkeiten einer Anpassung der Passivseite erarbeiten. In einem solchen Fall haben sich Conergy und die Banken darauf geeinigt, dass sich die Laufzeit des Kredites auf den 21. Dezember 2010 verkürzt, sofern die Banken nicht hierauf verzichten. Das Konzept zur Schuldenreduzierung, so als notwendig erachtet, soll dann kurzfristig verabschiedet und umgesetzt werden. Alle beteiligten Banken haben schon heute ihre grundsätzliche Bereitschaft signalisiert, in diesem Fall eine Restrukturierung der Verbindlichkeiten zu unterstützen.

„Die Einigung unterstreicht, dass unsere erfolgreiche Restrukturierung, die sich seit Ende 2009 in beständig besseren operativen Ergebnissen niederschlägt, auch von unseren Kreditgebern honoriert wird. Conergy ist wieder auf Kurs und wir sind, wie auch unsere Partnerbanken, daran interessiert, mit einer Bilanzstruktur zu arbeiten, die uns eine langfristig stabile Zukunft sichert. Sofern hier nach Gutachtermeinung Bedarf zur Stärkung der Finanzierungsstruktur besteht, werden wir entsprechende Maßnahmen einleiten“, sagte der Vorstandsvorsitzende Dieter Ammer.

Jahresabschluss 2009 und ordentliche Hauptversammlung

Der wegen der andauernden Gespräche bislang nicht testierte Jahres- und Konzernabschluss 2009 wird jetzt zusammen mit dem Halbjahresbericht am 12. August veröffentlicht. Gleichzeitig ist damit die Voraussetzung für die Einladung zur noch ausstehenden ordentliche Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2009 erfüllt, die voraussichtlich Anfang Oktober 2010 stattfinden wird.

Dieter Ammer für weitere drei Monate bestellt

Die Bestellung von Dieter Ammer zum Mitglied des Vorstands der Conergy AG sowie seine Ernennung zum Vorstandsvorsitzenden wurden mit Wirkung zum 1. August 2010 um drei Monate bis zum Ablauf des 31. Oktober 2010 verlängert. Ein Grund hierfür ist, dass der Aufsichtsrat Ammer gebeten hat, die ordentliche Hauptversammlung 2010 zu begleiten. Darüber hinaus hat ein Aktionär mit mehr als 25% Aktienbesitz ihn zur Wahl in das Kontrollgremium vorgeschlagen. Sollten Aufsichtsrat und Aktionäre dem Vorschlag folgen, wird Ammer mit Beendigung der Hauptversammlung 2010 aus dem Vorstand der Gesellschaft ausscheiden.

Dieter Ammer – Der Boss privat

Quelle: Conergy

Kategorie(n): Finanzierung/Investition, Top-Thema, Unternehmensentwicklung | Kein Kommentar »