Photovoltaik-Guide – News der Solarindustrie und Photovoltaikbranche
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SCHOTT Solar präsentiert multikristallines Rekord-Solarmodul

photovoltaik-guide.de / Michael Ziegler | 03.09.2010

Mainz, 03. September 2010, Der Mainzer Solarhersteller SCHOTT Solar hat ein neues Verfahren entwickelt, das die großindustrielle Produktion von multikristallinen Hochleistungs-Solarzellen ermöglichen soll. Diese in einem industriellen Umfeld gefertigten Solarzellen erreichen Spitzenwirkungsgrade von über 18 Prozent. Kombiniert mit einer optimierten Modultechnologie wurde ein vom ESTI (European Solar Test Installation) unabhängig bestätigter Rekordwirkungsgrad von 17,6 Prozent auf der Aperturfläche erreicht.

SCHOTT Solar AG

SCHOTT Solar AG

Die für das Rekordmodul verwendeten neuartigen Hochleistungs-Solarzellen weisen eine Frontseite auf, die dem heutigen Standard in der industriellen Fertigung entspricht. Die Rückseite dagegen ist mit einer Kombination von unterschiedlichen dielektrischen Schichten mit lokalen Kontakten passiviert, in der Fachwelt auch bekannt als PERC-Struktur.

Ausgangsmaterial sind kommerziell verfügbare 180-200 µm dicke multikristalline Siliciumwafer der Firmentochter SCHOTT Solar Wafer GmbH. Damit konnten Forscher des Mainzer Unternehmens auf Pilotproduktionsanlagen Zellen in der Standardgröße von 156×156mm² mit einer Effizienz von über 18 Prozent herstellen. Sie nutzten dazu konventionelle Siebdrucktechnik für die Kontaktherstellung. Nach Angaben des Solarherstellers bindet dieses Verfahren neue Herstellungsschritte erfolgreich in eine ausgereifte und kosteneffiziente Produktionssequenz ein.

Um die optischen und elektrischen Verluste auf dem Weg von der Solarzelle zum Modul zu reduzieren, wurden neue Ansätze zur Leistungssteigerung bei der Modulherstellung eingesetzt. Für ein konventionelles Layout mit 60 multikristallinen Zellen konnte ein weltweit bisher unerreichter Rekordwirkungsgrad von 17,6 Prozent bestätigt werden.

Dazu erläutert der Vorstandsvorsitzende der SCHOTT Solar AG, Dr. Martin Heming: “Nach wie vor werden in der Photovoltaikindustrie zwei grundsätzliche Ansätze verfolgt, um weitere Kostensenkungen durchzusetzen. Zum einen die Optimierung der Produktionsprozesse und zum anderen die Steigerung des Wirkungsgrades. Bei den Produktionsprozessen ist SCHOTT Solar seit jeher führend. Mit diesem innovativen Konzept zur industrienahen Fertigung von Hochleistungszellen und Modulen sind wir auch beim Wirkungsgrad mit an der Spitze.“
 
Technische Daten Rekordmodul aus multikristallinen Silicium-Solarzellen:

Wirkungsgrad: 17,6 Prozent (bezogen auf Aperturfläche)
Leerlaufspannung: 38,3 V
Kurzschlussstrom: 8,94 A
Modulleistung: 258,0 W
Modulfläche: 1,4701 m2 (Aperturfläche)
 
Technische Daten Hochleistungszelle aus multikristallinem Silicium:

Wirkungsgrad: 18,2 Prozent
Leerlaufspannung: 642 mV
Kurzschlussstromdichte: 36,2 mA/cm2
Zellleistung: 4,43 W
Zellfläche: 243,34 cm2

Quelle: SCHOTT Solar AG

Kategorie(n): Hersteller, Produktneuheiten, Unternehmensentwicklung | Kein Kommentar »

Energieszenarien sind groß angelegte Täuschung

photovoltaik-guide.de / Michael Ziegler | 03.09.2010

Berlin, 03. September 2010, Zu der Kritik des Bundesumweltministeriums an der Qualität der Energieszenarien von EWI, Prognos und GWS erklärt Hans-Josef Fell, Sprecher für Energiepolitik:

Das Umweltministerium hat recht. Die Energieszenarien sind das Papier nicht wert, auf dem sie geschrieben wurden. Es handelt sich hier um einen groß angelegten Täuschungsversuch. Die Szenarien für Laufzeitverlängerungen wurden mit unzulässigen Annahmen gedopt. Die Ergebnisse sind höchst skurril: So sollen Waschmaschinen im Falle von Laufzeitverlängerungen effizienter werden als ohne Laufzeitverlängerungen. Die Menschen würden dann weniger fliegen und selbst die Medikamente würden besser. Im Übrigen würden auch Benzin und Diesel teurer als ohne Laufzeitverlängerung. Wer dies für einen Witz hält, sollte sich das Machwerk genau anschauen. Nur mit solchen unwissenschaftlichen Manipulationen kommen die Gutachter halbwegs auf das von Kanzlerin Merkel und Wirtschaftsminister Brüderle gewünschte Ergebnis.

Zu Recht kritisiert das Bundesumweltministerium, dass die Studien keine volkswirtschaftlichen Gesamtkostenrechnungen enthalten. Dazu gehören auch die volkswirtschaftlichen Lasten, die entstehen, wenn wie in den Studien vorgesehen der Ausbau der erneuerbaren Energien im Stromsektor zunächst stark abgebremst und dann weitgehend beendet wird. Dies wäre auch das Ende dieser Zukunftstechnologien in Deutschland. Statt neuer Arbeitsplätze gäbe es Konkurse und zusätzliche Arbeitslosigkeit, selbst bei einer Laufzeitverlängerung von nur wenigen Jahren. Die sogenannte Brücke Kernenergie wird so zur Guillotine für erneuerbare Energien. Der Bundesumweltminister muss die Konsequenzen ziehen und gegen jegliche Laufzeitverlängerung angehen, wenn er nicht zum Totengräber des Ausbaus der erneuerbaren Energien in Deutschland werden will. .

Die Bundeskanzlerin will diese höchst unwissenschaftliche Arbeit zur Grundlage ihrer Energiepolitik machen. Damit beteiligt sie sich zugleich an dem groß angelegten Manipulationsversuch zu Gunsten einiger Konzerne der Energiewirtschaft.

Quelle: Bündnis 90/Die Grünen

Kategorie(n): Politik | Kein Kommentar »

Solar Summit Freiburg 2010: Programm jetzt online

photovoltaik-guide.de / Michael Ziegler | 03.09.2010

München, 03. September 2010, Ein exklusives Vortragsprogramm mit international renommierten Referenten zum Thema “Solar Mobility – Batteriesysteme, Brennstoffzellen und Biokraftstoffe für nachhaltige Elektromobilität” erwartet die Teilnehmer des diesjährigen Solar Summit Freiburg 2010 vom 13. bis 14. Oktober 2010 im Konzerthaus Freiburg. Der englischsprachige Kongress biete allen Fachleuten aus den Bereichen Automobilindustrie, Elektrizitätswirtschaft, Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie sowie Batterietechnik fundierte Einblicke in die Entwicklungen der nächsten Jahre auf dem Gebiet der nachhaltigen Elektromobilität und alternativer Mobilitätsformen.

Im Fokus steht die direkte Gegenüberstellung von batterieelektrisch-, biogen- und hydrogenbetriebenen Fahrzeugkonzepten. In mehr als 20 Vorträgen werden innovative Lösungsansätze für Fahrzeug- und Antriebskonzepte sowie Batterie- und Ladesysteme vorgestellt.

Die fachliche Leitung obliegt auch in diesem Jahr dem Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme ISE. Das Fraunhofer ISE ist mit 930 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter das größte europäische Solarforschungsinstitut. Die Forschungsschwerpunkte des Instituts in Bezug auf Elektromobilität liegen in der Netzintegration, also der Schnittstelle zwischen dem elektrischen Netz und Speicher, in der Wasserstoffproduktion, der Brennstoffzellentechnologie und der Prozessierung biogener Energieträger.

Prof. Eicke R. Weber, Leiter des Fraunhofer ISE wird gemeinsam mit Dr. Christopher Hebling, Abteilungsleiter Energietechnik am Fraunhofer ISE, als Chairman dem Kongress vorstehen.

Freiburger Solarnacht

Auch in diesem Jahr findet im Rahmen des Solar Summits Freiburg am 13. Oktober 2010, die “Freiburger Solarnacht” statt. Bereits zum achten Mal lädt das Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme ISE alle Branchenvertreter zu diesem außergewöhnlichen Networking-Event ein. Für die Kongressteilnehmer bietet die Freiburger Solarnacht eine gute Gelegenheit, um mit den Referenten und anderen Branchenrepräsentanten in entspannter Atmosphäre ins Gespräch zu kommen.

Quelle: Solar Summits Freiburg

Kategorie(n): Veranstaltungen | Kein Kommentar »

KUKA Systems auf der Photovoltaikmesse EU PVSEC in Valencia

photovoltaik-guide.de / Michael Ziegler | 03.09.2010

Augsburg, 03. September 2010, Der Augsburger Automationsspezialist und Systemintegrator KUKA Systems GmbH ist auf der diesjährigen europäischen Leitmesse für Photovoltaik zum wiederholten Male mit einem eigenen Stand vertreten. Im spanischen Valencia zeigt das Unternehmen vom 6. bis 9. September Produkte und Lösungen, wie KUKA String TMP oder KUKA Q-Matrix.

Die Testverfahren wurden von KUKA Systems entwickelt und dienen  mittels Kombination von Elektrolumineszenz, elektrischer Spannungsprüfung und spezieller Vision-Systeme der Qualitätssicherung im automatisierten Produktionsprozess von Photovoltaikmodulen.

Der Stand von KUKA Systems befindet sich in der Feria Valencia in Halle 2, Level 2, Stand Nummer G62.

Quelle: KUKA Systems

Kategorie(n): Unternehmensentwicklung, Veranstaltungen | Kein Kommentar »

centrotherm photovoltaics präsentiert Top-Solarzelle auf der EU PVSEC

photovoltaik-guide.de / Michael Ziegler | 03.09.2010

Blaubeuren, 02. September 2010, Die centrotherm photovoltaics AG präsentiert auf der diesjährigen 25th European Photovoltaic Solar Energy Conference and Exhibition (EU PVSEC: 6. bis 9. September 2010 in Valencia) einen neuen Topwert für Solarzellen und weitere Technologie-Updates zur Effizienzsteigerung entlang der photovoltaischen Wertschöpfungskette sowie das neue Anlagendesign. Das Unternehmen setzt bei der Produktentwicklung nicht nur auf Neukunden, sondern bietet ergänzend Upgrade-Pakete an. So können auch Bestandskunden vom Einsatz neuer Technologien profitieren, indem sie Kapazitäten ausbauen und ihre Herstellkosten durch Effizienzgewinne senken.

Produkt-Update Solarzelle & Modul

Mit einer neuen Rückseitentechnologie bei Solarzellen aus monokristallinem Silizium sorgen die Photovoltaik-Spezialisten aus Blaubeuren für einen neuen Spitzenwert beim Wirkungsgrad. Die neue Rückseitentechnologie basiert auf einer dielektrischen Passivierung und lokalen Kontaktierung. Dadurch erhöht sich die Effizienz der Solarzellen. Auf industrieüblichen Produktionsanlagen wurden mittlere Wirkungsgrade von 19,1 Prozent erzielt – und Spitzenwerte von 19,2 Prozent. Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme in Freiburg (ISE), größtes Solarforschungsinstitut Europas, hat jetzt die im Unternehmen gemessenen Wirkungsgrade von 19,1 Prozent zertifiziert. Referenzfläche ist die industrienormierte Wafergröße von 240 Quadratzentimetern mit einer industrieüblichen Siebdruck-Metallisierung auf der Vorder- und Rückseite. Dadurch können die Solarzellen im Solarmodul ohne weitere Anpassungen verschaltet werden.

In Valencia wird das Unternehmen außerdem zwei Upgrade-Varianten für die Integration der selektiven Emitter-Technologie in bereits bestehende Produktionslinien vorstellen. Dadurch steigt der Zellwirkungsgrad um bis zu 0,5 Prozentpunkte und es lassen sich Spitzenwerte von mehr als 17 Prozent Wirkungsgrad auf multikristallinem Material und von bis zu 18,5 Prozent auf monokristallinem Material erreichen.

Produkt-Update Silizium

Die centrotherm SiTec, in der die centrotherm photovoltaics-Gruppe ihre Siliziumkompetenz bündelt, stellt die nächste Generation Schlüsselequipment für die Siliziumproduktion vor. Neu ist der 24 Pair CVD Reaktor und die STC-TCS Konverter Technologie: Neben dem durchsatzoptimierten 24 Pair CVD Reaktor als Nachfolgemodell des etablierten 18 Pair CVD Reaktors präsentieren die Siliziumspezialisten den dazugehörigen High Pressure STC-TCS Konverter. Dieser leistet mehr durch einen deutlich höheren Gasdurchsatz und stabil hohem Konvertierungsgrad. Durch den geschlossenen Produktionskreislauf der aufeinander abgestimmten Anlagen sinken Investitions- und Herstellungskosten und Umweltemissionen.

Die Silizium-Spezialisten präsentieren auch einen verbesserten Kristallisationsofen zur Herstellung multikristalliner Ingots. Unter regulären Produktionsbedingungen wurden auf einer Pilotlinie für Solarzellen mittlere Wirkungsgrade von 16,6 Prozent mit Spitzenwerten von bis zu 17,0 Prozent erzielt – bei sonst marktüblichen Mittelwerten von 16,2 bis 16,4 Prozent auf multikristallinem Material. Zudem sinken die Herstellkosten um acht Prozent verglichen mit der früheren Prozessfolge. Auf Modulebene wurden Werte von rund 236 Wattpeak (Wp) pro Modul erreicht – bei sonst marktüblichen 210 bis 220 Wp.

Produktneuheit Dünnschicht-Inspektion

Die GP Solar, eine hundertprozentige Tochter der centrotherm photovoltaics, nutzt die EU PVSEC, um ein neu entwickeltes Inspektions-System für Dünnschichtmodule in den Markt einzuführen. Damit können nun auch Dünnschicht-Hersteller vom großen Nutzen einer gezielten Defektanalyse und Klassifizierung profitieren und die Gesamtqualität der Solarmodule verbessern. Schon während der Produktion lassen sich kleinste Fehler erkennen und der Ausschuss verringern. Die Inspektionssysteme können flexibel in der Produktion eingesetzt werden, sind einfach zu integrieren und sehr schnell einsatzfähig.

Neues Produktdesign

Kostenoptimierung und funktionales Design passen zueinander: Gemeinsam mit dem auf Industriedesign spezialisierten Stuttgarter Entwicklungsbüro bgp design hat centrotherm photovoltaics deshalb ein modernes Farb- und Formkonzept entwickelt. Bei dem zugrunde liegenden Design-to-cost-Ansatz ergänzen sich konsequent optimierte Kosten und benutzerfreundliche Ergonomie. Beim Design-to-cost-Verfahren wird permanent für alle einzelnen Anlagenkomponenten die kostengünstigste Lösung bei vorgegebenen Qualitätsstandards bereits in der Entwicklungsphase gesucht. Die centrotherm  photovoltaics Produktionsanlagen werden erstmals 2011 im neuen Design und mit  weiter verbesserter Technologie an die Kunden ausgeliefert.

„Wir freuen uns sehr, auch in diesem Jahr mit allen Geschäftsbereichen auf der EU PVSEC vertreten zu sein und unseren bestehenden und künftigen Kunden unser neues Produktdesign und neue Technologien zur Effizienzsteigerung zu präsentieren“, erklärt Dr. Peter Fath, Technologievorstand bei centrotherm photovoltaics das Engagement seines Unternehmens. „Unser Ziel ist es, den Vorsprung unserer Kunden hinsichtlich Kostenführerschaft und Effizienz weiter auszubauen.“

Quelle: centrotherm photovoltaics AG

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Centrosolar gründet Tochtergesellschaft in Großbritannien

photovoltaik-guide.de / Michael Ziegler | 03.09.2010

Hamburg, 03. September 2010, Centrosolar hat eine Auslandgesellschaft in Großbritannien gegründet. Centrosolar UK Ltd. wird die seit der Einführung attraktiver Einspeisetarife im April gestiegene Nachfrage nach Photovoltaikanlagen vor allem in England bedienen. Für die Leitung der britischen Tochtergesellschaft konnte Centrosolar einen erfahrenen Solarspezialisten mit exzellenter Marktkenntnis gewinnen. 

Managing Director Simon Gerrard leitet die Geschäfte in der britischen Hauptstadt (Copyright: Centrosolar)

Managing Director Simon Gerrard leitet die Geschäfte in der britischen Hauptstadt (Copyright: Centrosolar)

Centrosolar setzt seine Internationalisierungsstrategie fort: Mit der neuen Tochtergesellschaft in Großbritannien eröffnet das Unternehmen die neunte Niederlassung außerhalb Deutschlands. Die britische Dependance wird ihren Sitz in der Nähe von London haben und von Simon Gerrard geleitet. Der 33-Jährige bringt sieben Jahre Erfahrung in der Solarbranche mit und hat zuletzt den Inlandsvertrieb eines führenden britischen Solarunternehmens verantwortet.  

Centrosolar sieht seit der Einführung attraktiver Einspeisetarife in Großbritannien gestiegenes Potenzial für Photovoltaikanlagen auf privaten Wohnhäusern sowie auf Gewerbedächern. Neben kompletten Paketen bestehend aus kristallinen Hochleistungsmodulen und allen zum Betrieb einer Anlage benötigten Komponenten werden auch leichtere Dünnschichtsysteme angeboten, die insbesondere für Dächer mit geringen Lastreserven geeignet sind. Gerrard und sein Team können auf ein bereits bestehendes Netzwerk an Vertriebspartnern aus den Bereichen Großhandel, Installation und Social Housing zurückgreifen, das noch weiter ausgebaut werden soll.

Centrosolar setzt im kristallinen Segment ausschließlich die in der konzerneigenen Sonnenstromfabrik in Wismar/Deutschland produzierten Solarmodule ein. Die für Großbritannien wichtige Zertifizierung nach dem Microgeneration Certification Scheme (MCS) hat Centrosolar bereits eingeleitet, die hierfür erforderliche Inspektion der Produktion konnte Ende August erfolgreich durchgeführt werden.

Quelle: Centrosolar

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Solarwechselrichter: Deutsche Marktführerschaft bedroht

photovoltaik-guide.de / Michael Ziegler | 03.09.2010

Aachen, 03. September 2010, Nach den deutschen Herstellern von Solarmodulen dürften auch die hiesigen Hersteller von Wechselrichtern unter Druck durch asiatische Konkurrenten kommen. Derzeit produzieren die deutschen Hersteller noch sechs von zehn Wechselrichtern, die weltweit verkauft werden. Doch diese Führungsposition ist wegen viel zu hoher Materialausgaben in Gefahr, wie eine Analyse von »PHOTON – Das Solarstrom-Magazin« zeigt. So gibt der Weltmarktführer SMA Solar Technology AG rund doppelt soviel Geld für die Bauteile seiner Geräte aus wie der kaum bekannte koreanische Hersteller Dasstech Co. Ltd. Besonders bedrohlich: Die Koreaner produzieren nicht deshalb so kostengünstig, weil sie vorhandene Konzepte kopieren, sondern weil sie im Gegenteil viel Aufwand in die Entwicklungsarbeit investieren. Das berichtet »PHOTON« in seiner Septemberausgabe.

Die Experten des PHOTON-Labors haben für sämtliche 338 Bauteile eines Dasstech-Wechselrichters vom Typ Soleaf DSP-123KH die Einkaufspreise ermittelt. Dabei griffen sie auf Listenpreise für kleine Bauteil- Stückzahlen zurück. Demnach steckt in dem vergleichsweise kleinen Wechselrichter mit 3,3 Kilowatt Nennleistung Material für 172 Euro, entsprechend 5,2 Cent je Watt. Das ist nicht einmal die Hälfte dessen, was der Weltmarktführer SMA Solar Technology AG aus dem hessischen Niestetal an durchschnittlichen Materialkosten pro Watt in seiner Halbjahresbilanz ausweist.

Die üblichen Verkaufspreise für Wechselrichter der Drei-Kilowatt-Klasse liegen bei 25 bis 40 Cent je Watt, also fünf- bis achtmal über den Materialkosten des Dasstech-Gerätes. Zudem verringern sich die für das koreanische Gerät ermittelten Materialkosten nochmals deutlich, wenn die Abnahme großer Bauteil-Mengen zugrunde gelegt wird, für die es erhebliche Mengenrabatte gibt. »Angesichts solcher Unterschiede bei den Materialkosten stehen Hersteller wie SMA vor einer großen strategischen Herausforderung«, sagt Philippe Welter, Herausgeber von »PHOTON«. – »Sie müssen das Design ihrer Geräte schnellstmöglich auf Kosteneinsparung trimmen. Ansonsten können die etablierten Hersteller künftige Preiskämpfe nur verlieren.

Dann werden auch in diesem Bereich asiatische Unternehmen den Markt unter sich aufteilen.« Den asiatischen Herstellern von Solarmodulen und -zellen gelang es durch bessere Kostenstrukturen, den deutschen Solarunternehmen in nur wenigen Jahren die Weltmarktführerschaft zu entziehen. »Auch die deutschen Wechselrichterhersteller könnten von einer effektiven und in größeren Maßstäben produzierenden Konkurrenz aus Fernost überrollt werden«, warnt Welter.

Das Qualitätsniveau der von Dasstech eingesetzten Bauteile unterscheidet sich nicht von dem anderer Hersteller. Der Soleaf-Wechselrichter profitiert vielmehr von einem hohen Entwicklungsaufwand. Dasstech hat für jedes Schaltungsdetail eigene Lösungen entwickelt und setzt deshalb auch nur ein Minimum an Bauteilen ein. Diese Strategie erfordert mehr Aufwand bei der Entwicklung, macht sich bei hohen Stückzahlen aber bezahlt. Hingegen ist es in der Wechselrichterbranche bislang üblich, bestimmte Schaltungskomponenten vorgefertigt von Zulieferern zu beziehen.

Diese Bauteile sind häufig überdimensioniert, bestehen aus mehr Einzelteilen als erforderlich und kosten entsprechend viel Geld. Zwar hat der Dasstech-Wechselrichter im »PHOTON«-Test deutlich schlechter abgeschnitten als die meisten der bislang getesteten SMA-Geräte. Dieses Manko ist jedoch vor allem einer noch nicht ausgereiften Steuersoftware zuzuschreiben. Solche Probleme lassen sich jedoch recht leicht beheben, wie bereits andere Hersteller gezeigt haben – deutlich schneller jedenfalls, als die Umstellung von material- und kostenintensiven Gerätedesigns auf rationellere Konzepte dauert.

Quelle: PHOTON

Kategorie(n): Marktentwicklung | Kein Kommentar »