photovoltaik-guide.de verwendet Cookies um Ihnen den bestmöglichen Service bereitzustellen. Indem Sie unsere Website weiter nutzen, stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Insolvenzen

Die insolvente Solar-Fabrik AG hatte im Frühjahr 2015 im Rahmen einer dauerhaften Bewertung ihrer Photovoltaik-Module eine mögliche Fehlerquelle bei den Anschlussdosen der Baujahre 2011 und 2012 festgestellt und im April 2015 eine entsprechende Produktwarnung* herausgegeben. Seitdem bieten Europe Solar Concept und ADLER Solar den Betreibern der betroffenen Photovoltaik-Anlagen eine exklusive Lösung an: Zum Austausch der fehlerhaften Steckverbindung liefern die Unternehmen von der KOSTAL Industrie Electric GmbH entwickelte Anschlussdosen-Deckel, zertifiziert und in höchster Qualität. Auch die De- und Remontage wird von den Unternehmen angeboten.

Nach aktuellen Informationen des Insolvenzverwalters stehen die Chancen für die betroffenen Kunden nun sehr gut, die Kosten für die Anschlussdosen-Deckel und die Montagearbeiten erstattet zu bekommen – ein entsprechendes Forderungsformular muss ausgefüllt und dem Insolvenzverwalter vorgelegt werden. Die Übernahme der Kosten würde dann nach Abschluss des Verfahrens erfolgen.
 
Laut DGAP-Meldung vom 04.05.2016 lassen […] „die derzeit erwarteten Gesamtverwertungserlöse und noch aus der Masse zu zahlenden Verbindlichkeiten […] eine hohe Quote auf die zur Insolvenztabelle festgestellten bzw. festzustellenden Forderungen erwarten; nicht auszuschließen ist, dass sogar eine 100%-Quote erreicht wird“.

Christian Laibacher, Geschäftsführer von Europe Solar Concept, betont: „Aufgrund der großen Nachfrage im vergangenen Jahr sind nur noch ca. 3.000 Stück der Anschlussdosendeckel verfügbar. Daher empfehlen wir betroffenen Kunden, zeitnah auf uns zuzukommen, solange noch Ersatzteile verfügbar sind. Die Chancen, dass die Kosten für den Austausch vergütet werden, stehen sehr gut.“

Quelle: Europe Solar Concept

Der Insolvenzverwalter der Solar Millennium AG, Volker Böhm, wird in Kürze eine erste Abschlagzahlung an die Insolvenzgläubiger auszahlen. Mit dieser Abschlagzahlung erhalten die Gläubiger des Unternehmens 25 Millionen Euro. Das entspricht einer Quote von rund 10 Prozent. Die durchschnittliche Quote in Insolvenzverfahren liegt zwischen 3 und 5 Prozent.

Die restliche Insolvenzquote wird zum Ende des Insolvenzverfahrens ausgeschüttet. „Nach jetzigem Stand werden die Gläubiger weitere Quotenzahlungen erhalten“, sagte Insolvenzverwalter Böhm heute in Nürnberg. „Wie hoch die Quote am Ende des Verfahrens sein wird, steht aber noch nicht fest.“ Dies hänge von verschiedenen Faktoren ab, so Böhm. So sei nach wie vor ungewiss, wie hoch der Erlös aus der Verwertung der US-Projekte der Solar Millennium AG sein werde. Zudem macht Böhm zurzeit weitere Schadenersatz- und Rückzahlungsansprüche gerichtlich geltend. Im Hinblick auf diese äußerst komplexen und umfangreichen Verfahren sagte Böhm: „Ich gehe davon aus, dass das Insolvenzverfahren noch einige Jahre dauern wird.“

Die Solar Millennium AG musste im Dezember 2011 Insolvenz anmelden. Das Unternehmen hatte weltweit Solarkraftwerke projektiert und finanziert. Ein Großteil dieser Projekte hatte die Solar Millennium über fünf sogenannte Inhaber-Teilschuldverschreibungen mit einem Anleihevolumen von knapp 227 Mio. Euro finanziert, die vorwiegend an rund 16.000 Kleinanleger verkauft wurden. Insgesamt hat Böhm Forderungen gegen die Gesellschaft  in Höhe von ca. 250 Millionen Euro festgestellt.

Die Solar Millennium AG hielt Beteiligungen an mehr als 60 Projektgesellschaften und Unternehmen weltweit, v.a. in Deutschland, den USA, Spanien und China, aber auch in Ländern wie Israel, Marokko, der Türkei und Ägypten. Eine Vielzahl der Beteiligungen stellte sich als nicht werthaltig heraus. In den USA, wo die Solar Millennium AG über eine Tochtergesellschaft einen dreistelligen Millionenbetrag investiert hatte, mussten für diese Gesellschaften ebenfalls Insolvenzverfahren eingeleitet werden. Ein Vergleich mit den Gläubigern ermöglicht es aber, Erlöse zugunsten der Insolvenzgläubiger zu erzielen. Andere Beteiligungen wie z.B. Flagsol, Andasol 3 und Arenales konnten nach langen Verhandlungen durch den Insolvenzverwalter verkauft werden.

Böhm rechnet damit, dass für die Insolvenzmasse weitere Erlöse aus Projekten hinzukommen werden. So verhandelt er derzeit über den Verkauf einer Beteiligung in China und über Ansprüche der Solar Millennium AG im Zusammenhang mit dem Andasol 3 Projekt.

Quelle: Insolvenzverwalter Volker Böhm

 

Aachen, 13. Dezember 2012, Die PHOTON Europe GmbH musste am 12.12.2012 Insolvenz anmelden, da das Amtsgericht Aachen ein vorläufiges Insolvenzverfahren gegen den Verlag angeordnet hat. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt André Seckler bestellt. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den Verlag wegen Insolvenzverschleppung und weiterer Straftaten.

Der Verlag ist Herausgeber der Fachmagazine Photon, Photon Profi und Photon International. Inwieweit die PHOTON Power AG als Herausgeber von Solaranleihen betroffen ist, ist unklar.

Quelle: photovoltaik-guide.de - Michael Ziegler

Aachen, 14. Dezember 2012, Der Rechtsanwalt und vorläufige Insolvenzverwalter der Photon Europe GmbH André Seckler, führt laut einer Pressemitteilung den Geschäftsbetrieb des Herausgebers der Fachmagazine Photon, Photon Profi und Photon International vollumfänglich fort. Der Solarverlag musste am 12.12.2012 Insolvenz anmelden, da das Amtsgericht Aachen ein vorläufiges Insolvenzverfahren gegen den Verlag angeordnet hatte (Wir berichteten: PHOTON Europe meldet Insolvenz an - Staatsanwaltschaft ermittelt).

"Schon im Januar nächsten Jahres soll wie geplant die nächste Print-Ausgabe der Zeitschrift Photon - Das Solarstrommagazin erscheinen" so Seckler. Ebenfalls bestehen bleibt der Onlineauftritt und der tägliche Newsletter. Für die 140 Beschäftigten des Solarverlages hat Seckler bereits die Vorfinanzierung des Insolvenzgeldes in die Wege geleitet. "Die Mitarbeiter haben auf der Betriebsversammlung deutlich gemacht, dass sie an die Zukunft von Photon weiterhin glauben und bei der anstehenden Sanierung engagiert mitarbeiten werden", zeigte sich Seckler erfreut. Das erhöhe die Chancen auf eine positive Zukunft des Unternehmens und den Erhalt möglichst vieler Arbeitsplätze.

Rechtsanwalt Seckler prüft derzeit die wirtschaftliche Situation des Unternehmens, um darauf aufbauend Restrukturierungsoptionen zu erarbeiten. Nach einer ersten Sichtung geht der vorläufige Insolvenzverwalter davon aus, dass für eine Sanierung externe Geldgeber notwendig sein werden. "Ich habe bereits jetzt Signale von Interessenten erhalten, die sich ein Engagement im Zuge einer übertragenden Sanierung durchaus vor stellen können", sagt André Seckler. Als nächste Schritte kündigte er an, zeitnah mit den Beteiligten allen voran, den Geldgebern und Lieferanten, Gespräche aufzunehmen.  

Quelle: Photon Europe

Lahnstein/Eckental, 12. September 2012, Die Solarunternehmen Solibra Solar Solutions GmbH und PerfectSolar GmbH mussten jeweils im August 2012 Insolvenz anmelden. Nicht nur Hersteller von Photovoltaik-Komponenten trifft es derzeit, sondern auch Händler und Dienstleister.

Solibra Solar Solutions GmbH

Die international tätige Solibra Solar Solutions GmbH (Lahnstein) hatte sich auf die Planung, Entwicklung und Realisierung von Solarstromanlagen spezialisiert. Dabei erstreckte sich das Dienstleistungsspektrum über die Analyse und Auswertung der lokalen Standorteignung zur solaren Energiegewinnung, das Monitoring und die Wartung, bis hin zu Finanzierungslösungen. Am 31.08.2012 musste das Unternehmen beim Amtsgericht Koblenz Insolvenz anmelden. Zum vorläufigen Verwalter wurde Rechtsanwältin Mechthild Greve bestellt.

PerfectSolar GmbH

Die im Jahr 2007 gegründete PerfectSolar GmbH (Eckental) produzierte nach eigenen Angaben unter der eingetragenen Eigenmarke "PerfectSolar" Solarmodule. Zudem handelte das Unternehmen mit Solarkomponenten und pachtete Dächer zur Bebauung mit Solarstromanlagen an. Der zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellte Rechtsanwalt Daniel Fabian hat mit Gutachten vom 23.08.2012 angezeigt, dass Masseunzulänglichkeit vorliegt. Der Insolvenzantrag ist am 01.08.2012 beim Amtsgericht Fürth eingegangen und am 31.08.2012 wurde das Insolvenzverfahren eröffnet.

Quelle: photovoltaik-guide.de - Michael Ziegler